Einen ähnlichen, wohl noch radikaleren Standpunkt vertritt M. Schmidt-Salomon. Empfehlung: "Manifest des evolutionären Humanismus" und "Jenseits von Gut & Böse"

Manifest des evolutionären Humanismus - Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur

Das „Manifest des evolutionären Humanismus“ wurde im Auftrag der Giordano Bruno Stiftung verfasst. Es formuliert die Grundpositionen einer „zeitgemäßen Aufklärung“, indem es die aktuellen Erkenntnisse von Wissenschaft und Philosophie miteinander verknüpft und die traditionellen Gräben zwischen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften überwindet.
Das Buch ist einerseits eine kritische Liebeserklärung an den „Affen in uns“, andererseits ein entschiedenes Plädoyer für eine „alternative politische Leitkultur“, die auf die besten Traditionen von Wissenschaft, Philosophie und Kunst zurückgreift, um das unvollendete Projekt der aufgeklärten Gesellschaft gegen seine Feinde zu verteidigen.
Interessante Rezension:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21388/1.html

Jenseits von Gut und Böse - warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind

Die Moral ist es, die uns zu zivilisierten Menschen macht – so die gängige Überzeugung.
Aber was wäre, wenn uns gerade die Unterscheidung von Gut und Böse
ins Unglück stürzte? Wenn wir ohne Moral die „besseren“ Menschen wären?
Und wenn wir uns von der Idee der Willensfreiheit lösen müssten,
um den „blinden Instinkt der Rache“ zu überwinden?

Wo Friedrich Nietzsches „Umwertung aller Werte“ einst endete,
setzt Michael Schmidt-Salomon neu an. Er nimmt uns mit auf eine Reise,
die von Adam und Eva bis zu Adolf Eichmann, von den Protozellen der Ursuppe
über die Terrorzellen von al-Qaida bis hin zu den Folterzellen in Abu Ghraib führt.
Er mutet uns die Ungeheuerlichkeit des Gedankens zu, dass Auschwitz nicht „böse“ war,
sondern dass die Idee „des Bösen“ Auschwitz erst ermöglicht hat.
Aber nicht, um uns von jeder Verantwortung freizusprechen, sondern vielmehr
um zu zeigen, wie befreiend wahres ethisches Verhalten sein kann.
Interessante Rezension:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1054337/&ct=ga&cd=gK8Y0fVCmSg&usg=AFQjCNG8DjznIwR0cV3hRth3e9pL_mX1Tw

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