Auch ärmere Menschen müssen in der Stadt wohnen können. Sie sorgen für einen wichtigen Ausgleich.

Nachdem sich also eine ganze Generation mit ihrem Geld Einfamilienhäuschen gekauft hat, ziehen deren Kinder nun weg vom bünzligen Dorf in die Stadt. Ganze Quartiere werden in Beschlag genommen: so zum Beispiel die Lorraine in Bern oder das Seefeld in Zürich. Hip werden die Velos in schicke Stahl-Glas-Ständer vor die Altbau-Häuser und die neue Espresso-Maschine in die "sanft renovierte" Küche gestellt.

Und wieso? Weil diese Quartiere einen bestimmten Charme besitzen, der von den Bewohnern her rührt, die vor der grossen Landflucht schon dort gewohnt haben. Das sind meist Studenten, Künstler, etc. Wenn diese nun sogar von Stadt und Kanton aus den Wohnungen gedrängt werden, da der Wohnraum in diesen Quartieren durch den Zuzug wertvolleer wird, geht dieser Charme verloren und im schlimmsten Fall leben dann an bestimmen Orten nur noch die, die sich die neuen Preise leisten können. Deren Kinder suchen sich dann wieder einen hipperen Platz aus und das ganze geht von vorne los.

2 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Wohnen»

zurück zum Seitenanfang