Ein Annehmen führt zu Know-How Verlust und bringt die Schweiz in arge Bedrängnis.

Die Initiative zum generellen Verbot von Kriegsmaterial-Exporten schadet dem Staat Schweiz ganz direkt. Zum einen gehen Arbeitsplätze und Know-How verloren, zum anderen ist es rüstungspolitisch fragwürdig.

Als erstes zum Verlust der Arbeitsplätze: Man spricht immer von den wenigen Firmen, welche effektiv Rüstungsgüter produzieren. An diesen Betrieben hängt jedoch noch ein ungleich grösserer Rattenschwanz von Zulieferbetrieben. Wird diese Initiative also angenommen, gehen einige 1000 Arbeitsplätze verloren. Nicht zu sprechen vom Know-How Verlust! Es ist blauäugig zu meinen, dass Fachkräfte auf dem internationalen Arbeitsmarkt nicht von ausländischen Rüstungsfirmen übernommen werden und ihr Know-How in der Herstellung hochtechnologischer Rüstungsgüter somit auf nimmer wiedersehen ins Ausland verschwinden.
Man spricht auch immer wieder von den Bindeszahlungen für die Übergangszeit. Doch woher soll dieses Geld stammen? Die Bundeskasse ist schon unlängst am sparen wo sie nur kann. Da finde ich es unverantwortlich, dass man dem Bund noch mehr finanzielle Verpflichtungen erteilt! In vielen Bereichen lässt sich nicht mehr sparen!!

Kommen wir nun zum Rüstungspolitischen Aspekt: Die Schweiz und und insbesondere die Armee sind auf eine einheimische Rüstungsindustrie angewiesen. Wir könnten unsere Soldaten nicht mehr ausrüsten, würde die Rüstungsindustrie nur noch für uns produzieren. Und als glaubwürdiger Staat ist es wichtig, dass man seine Grenzen selber schützen kann. Konzepte mit ausländischer Unterstützung sind meines Erachtens nach inakzeptabel. Noch heikler wird es im Falle eines bewaffneten Konfliktes. Haben wir keine eigene Rüstungsindustrie mehr, welche in der Lage ist die Armee mit technologisch anspruchsvoller Wehrtechnik auszurüsten funktioniert das ganze Aufwuchskonzept nicht mehr. Für mich ist diese Initiative ein erster Schritt in Richtung Abschaffung der Armee und dies ist für mich als Offizier inakzeptabel!

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