Ich halte davon nichts. Der Preis in Form von noch mehr Überwachung, Kontrolle und staatlichen Eingriffen ins Privatleben potenzieller "Täter" ist zu hoch.

Sicher ist es sinnvoll, die Opfer häuslicher Gewalt vor den Täterinnen oder Tätern zu schützen. Aber der gute Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Schon jetzt greift der Staat immer mehr ins Privatleben seiner Bürger ein, aus vermeintlich guten Gründen und um Straftaten zu verhindern. Wollen wir wirklich die totale Kontrolle, nur um auch noch die letzte Straftat zu verhindern?
Der Beitrag verschweigt außerdem, dass die Regelung in Spanien offen sexistisch ist, denn sie richtet sich nur gegen Männer. Es wird zwar stets so getan, als gehe häusliche Gewalt fast nur von Männern aus, aber das stimmt nicht. Frauen stellen rund die Hälfte der Täter. Wenn es überhaupt solch eine Regelung geben sollte, dann bitte geschlechtsübergreifend für Frauen und Männer.
Daher sollte man bei der Berichterstattung zu diesem Thema grundsätzlich auch auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten und von "Täterinnen und Tätern" sprechen, so wie man ja andererseits auch von "Bürgerinnen und Bürgern" spricht.

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