Die Debatten um den Aufrag der Armee und den Kriegsmaterial-Export zeigen die Ideologie der SVP und deren Widersprüche besonders deutlich auf

  1. Auftrag

Die SVP ist gegen subsidiäre Einsätze und Auslandeinsätze. Auftrag der Armee soll einzig die Landesverteidigung sein. Diese sei momentan nicht erfüllt und darum fordert die SVP mehr Gelder für die Armee. Ein konventioneller Krieg an den Grenzen des Landes ist aber praktisch auszuschliessen. Wie begründen also Exponenten der SVP diese "Strategie"? Es stehe in der Verfassung! Naja, leider steht Friedensförderung als Auftrag der Armee ebenfalls in der Verfassung. Das wird aber nicht erwähnt, denn wo soll Friedensförderung denn stattfinden, wenn nicht im Ausland?

Die SVP will also eine möglichst teure Armee, will diese aber nichts ins Ausland schicken und im Innland nicht verwenden. Wichtig ist nur eine realitätsferne Landesverteidigung.
Hauptargument ist der durch die Verfassung geregelte Auftrag. Die Verfassung verlangt aber auch Friedensförderung und taugt darum nicht als Grundlage ihrer Argumentation .

  1. Neutralität/Export

Geht es um Auslandeinsätze, ob nun bewaffnet oder nicht, ist laut SVP die Neutralität der Schweiz gefärdet.

Geht es um Waffenexporte, ist es plötzlich nicht mehr von Interesse, wem wir die Waffen verkaufen. Die SVP argumentiert dann mit wirtschaftlichen Aspekten. Meiner Meinung nach ist ein Land, dass Waffen exportiert nicht neutral. Einzig, wenn es allen Konfliktparteien Waffen liefern würde, könnte es dies von sich behaupten, aber das ist nicht realisierbar und moralisch nicht vertretbar.

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