Arbeitgeber an die Kandare nehmen - das duale Bildungssystem bringt's!

Heute verlangen Arbeitgeber in Stellenangeboten meistens entweder (mehrjährige) Berufserfahrung - die man sich ja nur aneignen kann, wenn irgend ein Arbeitgeber auch einmal einen "Anfänger" anstellen würde - oder einen Universitätsabschluss.

Für Schweizer Arbeitnehmer, die im dualen Bildungssystem aufwachsen und somit zum Teil hoch qualifizierte Berufsleute sind, aber halt ohne "Titel", wird der eigene Arbeitsmarkt dadurch unattraktiv. Aber auch im Ausland schlägt einem/-r schweizerischen Berufsmann/-frau ein rauer Wind entgegen, da man heute für alles (inklusive Fliessbandarbeit in der Autoindustrie) mindestens einen "Ing." vor dem Namen haben muss, um innerbetrieblich weiter zu kommen.

Bitte an die schweizerischen Arbeitgeber und Politiker: Besinnt Euch wieder auf die Werte des dualen Bildungssystems und achtet hoch qualifizierte Berufsleute als solche! Nur so können wir unseren Entwicklungs- und Qualitätsstandard, für den die Schweiz weltweit geachtet wird, halten und fördern.

Ein mögliches Resultat der weltweiten Titelsucht (anstelle von Berufsbildung) sieht man nun in Griechenland: Wenn jedermann ein Universitätsstudium haben muss, aber ohne Arbeitserfahrung, klappt die Wirtschafte früher oder später zusammen.

Zwischen dem Geschäftsführer und dem Raumpfleger braucht's noch eine Menge Mitarbeitende, die arbeiten, auch ohne Hochschulabschluss, aber mit dem dualen Bildungssystem im Gepäck.

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