"Toleranz" auf Gesetzes- und Verordungsstufe regeln.

Unsere Bundesverfassung (SR 101) ist bereits ziemlich voll und unübersichtlich - auch nach der Totalrevision vor rund 10 Jahren. Zudem kann einem Volk Toleranz nicht per Verfassung "aufgezwungen" werden. Ein Toleranz-Artikel (Verbannung von religiösen Symbolen aus amtlichen Lokalen und öffentlichen Schulen - siehe Forum-Beiträge) ist zudem ein Zeichen von In-Toleranz. Oder werden wir toleranter, in dem wir christliche Symbole aus unserem amtlichen und öffentlichen Leben verbannen, nachdem die Bundesverfassung "Im Namen Gottes des Allmächtigen!" geschrieben wurde? Als nicht-praktizierender Protestant sehe ich diese Logik nicht.

Wenn es denn einer Regulierung religiöser Symbole bedarf plädiere ich dafür, dass diese kantonal auf Gesetzes- oder Verordnungsstufe gelöst wird. Zudem sind religiöse Symbole ja nicht die einzigen Zutaten in der Toleranz-Diskussion: Respekt der Jugendlichen gegenüber der älteren Generation; Sprache/Integration; Abfallentsorgung - soll all dies auch in die Verfassung?

Die Verfassung ist das staatstragende Organ einer Nation - alle Detailfragen gehören in die Gesetze und Verordnungen, v.a. in einem föderalistischen Staatssystem wie dem Unseren.

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