Die Parkraumbewirtschaftung ist eine Verzweiflungstat, weil man beim öV-Ausbau nicht vorwärts kommt.

Die Befürworter der Parkraumbewirtschaftung brüsten sich damit, dass sie den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr fördern wollen. Wie in einem früheren Beitrag bereits dargelegt, schlägt diese Massnahme jedoch fehl, da vernünftige öV-Verbindungen aus den Pendlerregionen nach Basel fehlen und die Pendler gar nicht umsteigen können.

Eine vernünftige Politik wäre es nun, zuerst bessere öV-Verbindungen zu schaffen, Park-and-Ride-Anlagen einzurichten und Parkplätze auf privatem Grund zu ermöglichen.

Weil das Verhandeln über Tram- und Buslinien sowie Park-and-Ride-Anlagen mit den Nachbarkantonen und -regionen aber langwierig und mühsam ist, wollen die Befürworter in ihrer Verzweiflung die Reihenfolge nun ändern. Sie wollen die Schlussmassnahme - nämlich die Bewirtschaftung der Parkplätze, damit die Pendler auf die oben angesprochenen Mittel ausweichen - vorziehen, obwohl die Alternativen noch nicht bereit stehen.

Das ist Zwängerei zu Lasten der Pendler und zu Lasten der Unternehmen in unserer Stadt, welche bei einer Annahme dieser Vorlage CHF 2'000-3'000 für eine Pendlerparkkarte werden bezahlen müssen.

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