Die Befürworter der Parkraumbewirtschaftung sind nicht ehrlich. Sie fordern weniger Suchverkehr, verhindern aber effektive Massnahmen dagegen.

Die Argumente der Befürworter klingen zunächst einleuchtend und logisch: es braucht weniger Suchverkehr zur Entlastung der Stadtbewohner, deshalb müssen Parkplätze etwas kosten, womit weniger Autos in die Stadt kommen.

Diese Logik schlägt aber aus einem einfachen Grund fehl: damit der gewünschte Effekt auch tatsächlich erreicht wird, müssen die Autofahrer valable Alternativen haben. Die Stadt Basel hat nun aber das Privileg, viele Pendler aus Deutschland und Frankreich bei sich begrüssen zu dürfen. Diese haben leider keine öV-Anschlüsse, welche sie innert nützlicher Frist von ihrem zu Hause an den Arbeitsplatz bringen können. Die Folge davon: das Arbeiten wird verteuert, weil ein einzelner Arbeitnehmer keine vergünstigte Gewerbeparkkarte erhält, sondern eine Stadtparkkarte für CHF 2'000 im Jahr kaufen muss. Dies wohlgemerkt, ohne einen garantierten Parkplatz zu haben. Das kann keine Lösung sein!

Entlarvt werden die Befürworter aber, wenn Lösungen zur Diskussion stehen, welche tatsächlich für weniger Suchverkehr sorgen würden. So ist die Errichtung von Parkplätzen auf Privatgrund beinahe unmöglich. Ein Unternehmen kann also, wenn überhaupt, nur unter sehr restriktiven Bedingungen Parkplätze für seine Mitarbeiter zur Verfügung stellen, wodurch diese nicht jeden Morgen einen Parkplatz suchen müssten. Auch Einkaufszentren müssen zahlreiche bürokratischen Hürden überspringen, bevor sie ihren Kunden Parkplätze anbieten können (Stichwort: Fahrtenmodell). Kein Wunder, suchen diese sich anderswo Parkplätze oder gehen gleich woandershin einkaufen (z.B. nach Pratteln oder nach Deutschland, wo das Parkieren in den Einkaufszentren gratis ist).

Den Befürwortern geht es schlicht darum, das Auto weitestmöglich aus der Stadt zu verbannen. Dazu erschweren sie das Autofahren, wo es nur geht. Beispiele: Sperrung der Mittleren Brücke für den Autoverkehr, Einführung des Einbahnverkehrs in der Elisabethenstrasse mit Umleitung auf den Aeschenplatz (!), Verhinderung von Parkhäusern etc. Nur offen dazu stehen wollen sie nicht!

Deshalb NEIN zur Einführung der Parkraumbewirtschaftung!

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