Die Zahl der Personenwagen wie auch die beanspruchte Wohnfläche steigen stetig an - Zuwanderung erklärt diese Trends nicht. Dies sind hausgemachte Probleme.

Seit 1980 nahm in der Schweiz die Zahl der EinwohnerInnen von 6.3 Millionen um rund 22% auf 7.7 Millionen zu. Die Zahl der immatrikulierten Personenwagen nahm im selben Zeitraum jedoch von 2.7 auf 5.2 Millionen zu – das sind 94% mehr. Die Nettozuwanderung – in dieser Zeit wanderten rund 880′000 Personen mehr in die Schweiz ein als aus – erklärt dieses Wachstum in keiner Weise. Mehr Fahrzeuge benötigen mehr Platz, auf der Strasse und überall dort, wo sie parkiert werden, in Wohnzonen, bei Arbeitsplätzen und bei Freizeit- und Einkaufstempeln. Dieser unsinnige und weiter ungebrochene Trend bliebe – das zeigen die Zahlen – auch bei einem Immigrationsstopp ungebrochen.

Die EinwohnerInnen der Schweiz gönnen sich auch immer mehr Platz zum Wohnen. Die Zunahme der beanspruchten Pro-Kopf-Fläche von 1980 bis 2000 übersteigt das Bevölkerungswachstum um ein Vielfaches. Daten der vergangenen drei Volkszählungen zeigen: Im Schnitt leben Ausländer in der Schweiz auf deutlich engerem Raum, im Jahr 2000 beanspruchten sie mit 32 Quadratmetern weniger als die Schweizer zwei Jahrzehnte davor!

Die Grenzen des Wachstums lassen sich also nicht an den Aussengrenzen der Schweiz regeln. Es bleiben genügend Themenfelder, bei denen Migrationspolitik tatsächlich Teil der Debatte sein muss. Bei den hausgemachten Problemen bringen uns Abschottungsforderungen nicht weiter.

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