Videoüberwachungs-Infrastrukturen bergen eine grosse Missbrauchsgefahr. Solche Installationen sind ein weiterer Schritt in Richtung Überwachungsstaat.

Es besteht eine grosse Missbrauchsgefahr: Beamte können sich über Weisungen hinwegsetzen und die Systeme ohne Autorisierung aktivieren. Dies kann ganz banale Auswirkungen haben. Statt die Strasse zu kontrollieren, filmten zum Beispiel zwei britische Angestellte der britischen Stadt Sefton mit ihrer Überwachungskamera lieber die Wohnung einer Frau. Stundenlang beobachteten sie, wie die Frau auf die Toilette ging, ein Bad nahm und dann nur mit einem Handtuch bekleidet vor dem Fernseher sass. Dies ist leider kein Einzelfall und kann immer wieder geschehen.

Videoüberwachung erhöht ausserdem objektiv die Sicherheit nicht. Ist ein solches System einmal einsatzbereit, können die auferlegten Restriktionen in der Zukunft ohne grossen Aufwand gelockert werden. Mehr Kameras, weniger Bedingungen, automatische Gesichtserkennung: So wird ein Überwachungsstaat aufgebaut.

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