Regiotram in Biel Ja, aber bitte nicht so!

Ist ein Regiotram machbar in dieser Grössenordnung.? Die Zweifel werden immer grösser, den mit Kosten von 200 Mio (Grobschätzung) brauchen wir mehr als nur 7% Zuwachs bei der Bevölkerung in der Agglo Biel. Ausserdem werden die Nebenkosten für die Erschliessung, Strassenkorrekturen und andere begleitende Massnahmen von der Stadt Biel und Nidau selber bezahlt und unterhalten.. Deshalb kann ich dem momentanen Projekt nicht zustimmen. Die aktuelle Linienführung ist nicht zu vereinbaren mit dem Ziel, die Menschen schnell und direkt vom Südufer bzw. Bahnhof ins Bözingenmoos zu Stadien und Einkauf zu bringen. Da muss eine bessere Lösung gefunden werden, denn der neu erstellte Ostast der A5 wird diese Strecke direkt konkurrenzieren. Geht man doch für die Grosseinkäufe ins Bözingenmoos und nicht nur für Gelegenheitseinkäufe. Ein Ausbau der Buslinien über die Events am Wochenende brächte viel mehr nutzen, als halbleere Trams die alle 3.25 Minuten hin- und herfahren!

Für mich ist klar, dass nur eine direkte Streckenführung auf dem bestehenden Geleise von Ins nach Biel Sinn macht. Vom Bahnhof muss die Route direkt via Kongresshaus, Schüsspark, Güterbahnhof, Omega/Swatch, Bahnhof Mett, Stades de bienne gewählt werden. Nur so können wir günstig ein Tram erstellen, dass die Bewohner auch wirklich dort abholt, wo sie einsteigen wollen. Die Kosten sind so besser überschaubar und können von zukünftigen Generationen auch getragen werden. Öffentlicher Verkehr hat viel mit Zukunftplanung zu tun und sollte nicht auf reine Prestigeprojekte reduziert werden.

Übrigens hat die Stadt Luzern eine Tramlinie verworfen, dort ist man überzeugt, dass ein Tram eine Nummer zu gross wäre für Luzern. In Luzern gab es 2 Tramlinien bis ins Jahr 1961.

Ein ganz klares Ja für den Öffentlichen Verkehr, aber nicht um jeden Preis!

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