Erwachsene Menschen darf man nicht bevormunden. Ich verlange: Freien Drogenkonsum für Erwachsene, aber in Verbindung mit einem griffigen Jugendschutz.

Alkohol ist erlaubt, rauchen auch, nicht aber freier Drogenkonsum. Warum sollte man erwachsene Menschen bevormunden? Wieso nimmt sich der Staat das Recht, Menschen Vorschriften zu machen, was sie konsumieren dürfen und was nicht?

Ein Mensch soll das Recht haben, sein Leben so zu führen, wie ihm das beliebt. Dazu gehört auch der freie Zugang zu Genussmitteln. Nur weil manche aus ihrer asketischen Abstinenz eine Lebenseinstellung machen, gibt ihnen das noch lange nicht das Recht, andere zu bevormunden.

Ich rede hier klar von erwachsenen Menschen, wenn ich die totale Drogenliberalisierung verlange. Jugendlichen soll der Zugang verwehrt werden, wie das auch bei Alkohol oder Zigaretten der Fall ist.

Wenn etwas verboten ist, ist da gesellschaftliche Problem dadurch noch nicht gelöst, vielmehr bilden sich Schwarzmarkt und Kriminalität. Bei Alkohol gibt es keinen Schwarzmarkt, bei Drogen hingegen schon. Es gibt sowohl Alkoholsüchtige, die dem Staat auf der Tasche liegen, wie auch Drogensüchtige. Drastisch sieht man das Problem, als die Amerikaner versuchten, Alkohol zu verbieten: Sofort schoss die Kriminalität in die Höhe. Wir könnten mit einem Schlag die ganze Drogenkriminalität beseitigen: Indem wir den Konsum freigeben, und wie beim Alkohol den kontrollierten und bewilligungspflichtigen Handel zulassen. Damit verbunden wäre ein griffiger Jugendschutz: Wer ohne Ausweiskontrolle Jugendlichen Drogen verkauft, verliert sein Drogenhandelspatent.

Drogen könnten direkt in der Schweiz produziert, oder aus Staaten importiert werden, die ohnehin vom Drogenhandel leben, aber dann auf legalem Weg über Vereinbarungen mit der jeweiligen Regierung.

Die sinnlose Verteufelung der Hanfpflanze würde damit auch endlich ein Ende finden. Unsere Bauern dürften wieder wie früher Hanf anpflanzen, auch mit THC.

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