Der Regierungsrat will die Armut im Kanton Bern innerhalb von zehn Jahren halbieren. Dieses ambitionierte Ziel verdient Unterstützung.

Armut und soziale Kälte ist in der Tat ein drängendes Problem. Besonders inakzeptabel ist der Umstand, dass das grösste Armutsrisiko bei den Jüngsten liegt. Jedes zehnte Kleinkind zwischen 0 und 5 Jahren bezieht über seine Eltern Leistungen der Sozialhilfe, während die durchschnittliche Sozialhilfequote bei 4,3 Prozent liegt. Gemessen an allen Sozialhilfebeziehenden machen Kinder bis 15 Jahre 30 Prozent aller Sozialhilfeempfänger/innen im Kanton Bern aus.

Deshalb verdienen die Massnahmen des Regierungsrates, die Armut zu halbieren, volle Unterstützung. Als Mittel braucht es u.a. Ergänzungsleistungen für Familien, angemessenere Prämienverbilligungen auf den unsozialen Krankenkassenprämien, ein gutes Angebot an familienergänzenden Betreuungsangeboten usw.

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