USA


Saudi-Arabien - ein Schurkenstaat

F.A.Z. - Zeitgeschehen,
"Es ist klar, dass man nach einem staatlicherseits eingestandenen, mutmaßlich bestialischen Mord nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann."

"Prinz Mohammed bin Salman hat sich nicht gegen das wahhabitische Establishment und damit die Partner des Königshauses gestellt, wie oft behauptet wird. Seine Maßnahmen vor zwei Monaten haben vor allem Prediger aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft getroffen."

Dieser Prinz ist schlicht ein Schurke in einem Schurkenstaat.
Dazu Siemens-Chef Kaeser: „Wenn wir aufhören, mit Ländern zu kommunizieren, in denen Menschen vermisst werden, kann ich auch gleich zu Hause bleiben.“

Obama sagte nichts, intervenierte nicht als das sunnitische Königshaus den schiitischen Geistlichen und Regimekritiker Nimr Baqir al Nimr öffentlich hängen ließ.

Gleich und gleich gesellt sich gern: Die USA haben schon oft mit Schurkenregimes zusammengearbeitet, ja solche installiert.
Wie lange geht es, bis die von den USA gekauften - Bilderberger-Konferenzen usw.- Politiker und Journalisten zugeben, dass sie den US-Schurken auf den Leim gekrochen sind. die da behaupten, sie würden für die Menschenrechte einstehen, für diese kämpfen?

Alles Lug und Trug! Selbst unter dem Friedensnobelpreisträger Obama, der ungezählte Menschen durch Drohnen ermorden liess.

PresseStimmen:
Saudi-Arabien nutzt Öl als Machtmittel
Die linksliberale slowakische Tageszeitung „Pravda“ kommentiert:
„Die weltpolitische Position Saudi-Arabiens beruht auf dem Versprechen, dass Riad mit seiner Ölfördermenge die relative Stabilität auf den Weltmärkten sichert. Jüngstes Beispiel sind die Sanktionen Präsident Trumps gegen Iran. Solange Riad bereitwillig die Exportausfälle Irans ausgleicht, sind die Sanktionen nahezu schmerzfrei für alle – mit Ausnahme Irans natürlich. Ebendeshalb verlassen sich die Saudis darauf, dass ihnen auch diesmal nichts passieren werde. Denn was ist ihnen schon bisher geschehen? 15 der 19 Attentäter des 11. September 2001 waren Bürger Saudi-Arabiens. Doch diesmal ist der Kronprinz womöglich zu weit gegangen, und sogar Trump muss seine pro-saudische Rhetorik einbremsen.“

Das Ende der Straffreiheit
Die spanische Zeitung „El Mundo“ ist zuversichtlich, dass Saudi-Arabien Folgen zu spüren bekommt:
„Jede Diktatur ist ein Regime, dessen Chefs sich straffrei wissen. Aber die Globalisierung hat bei all ihren Mängeln dazu beigetragen, dass die Straflosigkeit jener reduziert wurde, die die Menschenrechte verletzten. Der saudischen Monarchie, die sich durch mittelalterliche Bräuche und Gepflogenheiten auszeichnet, ist zuallererst ein riesiger Einschätzungsfehler unterlaufen. In ihrer Vermessenheit hat sie offenbar ein Staatsverbrechen an dem kritischen Journalisten Jamal Khashoggi begangen. Der Fall ist so schauderhaft, dass die Straffreiheitsblase, die Riad bisher geschützt hat, geplatzt ist. Die Verurteilung durch die internationale Gemeinschaft war nahezu einstimmig. Nicht einmal Trump wird eine Bestrafung seines Verbündeten verhindern können, falls sich der niederträchtige Mord bestätigt.“

Muhammad bin Salmans Fehlkalkulation
Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ hält gar einen Sturz des Kronprinzen für möglich:
„Die ganze furchtbare Geschichte ist eine Fehlkalkulation von MbS, die viel über ihn selbst aussagt. Der rasant aufgestiegene Lieblingssohn von König Salman ist einer der wenigen hochrangigen saudischen Prinzen, die sich nie länger im Ausland aufgehalten haben. Er kennt die Welt nicht, hat nicht die Mechanismen der internationalen Politik verstanden. Trumps regelmäßige Ausritte hat MbS quasi in seine eigene politische Sprache übersetzt. Nun meinen manche Beobachter, dass MbS damit seine eigene politische Zukunft zerstört hat. Die opaken saudischen Verhältnisse erlauben aber nicht, eine sichere Aussage darüber zu treffen, ob König Salman willig und fähig ist, mit dramatischen Entscheidungen in die Krise einzugreifen.“

Trumps Parteinahme ist unanständig
In der „Leipziger Volkszeitung“ heißt es zur amerikanischen Reaktion:
„Soll eine Gruppe von saudischen Geheimdienstlern, zu denen auch ein bekannter Gerichtsmediziner gehört haben soll, ohne Wissen ihrer Befehlshaber in Riad gehandelt haben? Dies zu glauben fällt schwer. Deshalb gilt umso mehr: Trumps einseitige Parteinahme zugunsten der Saudis ist unanständig und unklug zugleich. Trumps Verspanntheit ist erklärbar. Für den Präsidenten steht viel auf dem Spiel: die gesamte von ihm verfügte Neuausrichtung der US-Strategie im Nahen Osten. Den Iran schrieb Trump komplett ab, stattdessen setzte er auf ein einseitiges Bündnis mit Saudi-Arabien – und verkaufte Salman Waffen für 100 Milliarden Euro.“

huffingtonpost.de
Mohammed bin Salman: Der Prinz, der über Leichen geht
https://www.huffingtonpost.de/2017/11/16/mohammed-bin-salman-_n_18569770.html?ncid=other_facebook_eucluwzme5k&utm_campaign=share_facebook&fbclid=IwAR1n8gSq5aaJWva04ulUnVKkMeSEOHSII73F9WgbDKFTiUY7-pCDqsg_Fj8

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