USA


Die USA, der grösste Aggressor seit Jahrzehnten! Text aus: „Israel und Iran – in Feindschaft vereint“ „NZZ“ vom Freitag, den 03.08.2018; Kommentar von Christian Weisflog

Netanyahu aber ist überzeugt, dass sich Terror nur bekämpfen lässt, wenn die Regime, die ihn fördern, vernichtet werden.
Mit diesem Argument warb er bereits 2002 vor dem amerikanischen Kongress für die militärische Beseitigung des Saddam-Regimes im Irak. Der Diktator in Bagdad sei kurz davor, eine Atombombe zu bauen, behauptete Netanyahu.
«Wenn ihr Saddam stürzt, das garantiere ich, wird das einen enorm positiven Nachhall in der Region haben.»
Unter anderem prognostizierte er eine demokratische Revolution in Iran.

[Damit hat sich Netanyahu disqualifiziert - warum ist er immer noch im Amt?]

Genau das Gegenteil ist eingetreten:
Im Juni 2005 gewann der Hardliner Mahmud Ahmadinejad die Präsidentenwahl in Iran.
Durch den Sturz des sunnitischen Regimes im Irak gewann Teheran enorm an Einfluss im mehrheitlich schiitischen Nachbarland, den es durch den gescheiterten Aufstand gegen das Asad-Regime später auch in Syrien verstärken konnte.

Der Krieg beschädigte zudem die Glaubwürdigkeit der USA massiv und ist mitverantwortlich für die heutige Sinnkrise der demokratischen Führungsmacht.

Link: https://www.facebook.com/juergwalter.meyer/videos/1986950601344218/

Für Netanyahu aber hat die überzeichnete iranische Bedrohung ganz praktische Vorteile.
Unter anderem lässt sie den ungelösten Konflikt mit den Palästinensern und die israelische Besetzungspolitik in den Hintergrund rücken.

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