3 kleine Jungs berieten sich vor meinem Fenster darüber, wie man gemeinsam dem zweifellos Besten ans Bein pinkeln könnte, damit er merke, dass man ihn hasst ...

... und jetzt waren es etwa 300 sogenannt unabhängige Medien in den USA, gemäss Bericht der Schweiz am Wochenende, die man dafür gewinnen wollte, in regelmässigen und abgeglichenen Zeitabständen über ihren konzertiert Präsidenten zu lästern.

Und natürlicht war auch Alles mit dabei, was sich in den USA als 'Democrats' bezeichnet. So wie damals die Hillory, die hat ja sogar massgeblich dazu beigetragen, mit Lybien, dass ein Teil Nordafrikas seitdem wieder von einzelnen Clans regiert wird, und ohne Schmieren und Salben dort politisch dafür jetzt gar nichts mehr geht.

Aber zumindest Trump kann von derartigem Schmierentheater ja nur profitieren. Genau so, wie mit den amerikanischen Pfarrer in der Türkei. Es erinnert mich an früher, wen irgendwo auf der Welt einem Ami etwas geschah, und ich bewunderte die Amerikaner dafür, nicht zuzulassen, dass einem ihrer Bürger andernorts ein Leid angetan wurde. Neu ist es daher nicht, nur scheint Herr Erdogan ganz offenbar es nicht gewusst zu haben, oder dann glaubte er wirklich, sich mit einem Herrn Trump anlegen zu dürfen.

Frau Merkel, und der grosse Rest der Schwaben aber wird es freuen, dass endlich einmal Einer dem Andern seine Grenzen aufgezeigt hat. Sie trauten sich ja nicht, damals, als Erdogan meinte, er ginge überall hin, wo er wolle, und wann er wolle, und das ginge niemand anderes etwas an.

Und jetzt steht ihm Trump auf die Füsse, und das mit offenbar gewaltigen Auswirkungen in seinem eigenen Land. Aber trauen, sowas zu sagen, wird sich wohl auch niemand in Deutschland, denn man ist ja schon sehr viel enger verflochten, als dies bei den USA der Fall ist. Auch wenn man sich im Klaren ist, dass mit Erdogan auch wieder die alte türkische Kultur und Tradition im Vormarsch sein wird, und allein schon dieser Aspekt neue Gräben aufwerfen wird, die man eigentlich wirklich im 21. Jahrhundert nicht mehr brauchen würde.

Und so gesehen, ist ja auch Herr Erdogan dem Herrn Trump nicht unähnlich, konservativ, und mit relativ genau definierten Zielen. Und weil sie so sind, schaffen sie sich damit Freunde und Feinde. Und das vor Allem in auch emotionell 'fundamentalen' Bereichen, also dort, wo politische Einigungen, oder wenigstens gute Kompromisse, mit der 'anderen' Seite des politisch/gesellschaftlich/kulturellen Spektrums von vornherein als gar nicht möglich und so auch nicht gegeben erachtet werden.

Und so gesehen, ging es den ~300 Medienfritzen wohl ähnlich wie Denen in der Türkei. Nur werden sie in den USA nicht verhaftet, und als Volksverhetzer eingesperrt, es reicht der Regierung alleweil, dass die Verlage sich ja damit selber zur Lachnummer machen. Und zudem damit zweifelsfrei belegten, sich offenbar zu den eigentlichen Meinungsmachern zu zählen, sogar ein Recht darauf zu haben, politische Gegner, im gemeinsamen Kampf, so zur Schnecke zu machen, und sei es der gehasste Präsident himself.

Aber er kennt ja seine Schildbürger, sie standen ja alle Schlange, wenn er dazu einlud, und genossen sich im Umkreis der Wichtigkeiten. Auch Hillory. Er weiss, wer sie sind, und auch, was sie sind, und wieso sie es sind. Und deshalb versuchen sie, sie zusammen zu tun, in der Hoffnung wohl, ihn, wenn schon nicht besiegen, dann doch wenigstens zu beschädigen, wenn und wo immer das nur möglich ist.

Wie die kleinen Jungs, vor einigen Jahren. Was aus ihnen wurde, weiss ich nicht. Und es spielt auch keine Rolle. Ich habe mich aber später gelegentlich gefragt, ob es wohl in meiner 3. oder 4. Klasse damals auch solche Jungs gab, und ob ich wohl auch von Einigen 'natürlich' gehasst worden sei.

Aber ich war ja immer Letzter auf 80 Meter, und Linkshänder und rot/grün schwach dazu, also gab es schon auch Gelegenheiten, über das Eine oder Andere von mir zu lachen, ohne dass es mich nicht auch zum Lachen gebracht hätte. Und allein schon Dinge, wie das Argument, jemand solle mir beweisen, dass meine jeweils für den Baumstamm gewählte Farbe braun, und nicht dunkelgrün sei, diesen Beweis konnte mir bis heute niemand vorlegen.

Eigentlich auch politisch nicht, ob hellbraun oder dunkelgrün, es hängt ja letztlich immer noch alles auch mit der jeweiligen Kultur zusammen. Auch ob, und mit wem man es schafft, und in ernsten Situationen sind 'Nationale' meist immer schon besser positioniert. Aber Mehrheiten haben deswegen ja auch nicht immer auch Recht, mit ein guter Grund, auf minderheitiges immer auch speziell zu achten, es kann plötzlich mehrheitig sein, und man ist so schon mit dabei. Ging mir auch paar Mal schon so, und hat dann auch immer rentiert.

Wenn es ein geglaubter Auftrag der Medienfritzen zu sein scheint, die politischen Meinungen zu machen, anstatt diese möglich objektiv zu analysieren und in verständlicher Form darzustellen, dann stehen wir tatsächlich vor dem Problem, wie mit dieser politischen Meinungsmache gesellschaftlich umzugehen sei.

Wenn das Schüren von Hass und Ablehnung gegenüber einzelnen Personen, Gruppen, bis hin zu Kulturen, MEDIAL nicht rechtlich und gesetzlich aufgehalten werden kann, erreicht man letztlich doch nur genau das Gegenteil dessen, was die Gesellschaft eingentlich wollte.

Mit Putin und Trump aber haben sich diese Ereignisse medial überschlagen, in jeder nur denkbaren Art und Weise. Die Menschheit wurde geradezu polarisiert, und es ist ein reines Wunder, dass noch keine Schnecke irgendwo auf einem Sender erzählte, wie miserabel doch einer der Genannten in Tatund Wahrheit im Bett sei. Es würde mit Sicherheit um die Welt gehen, bis runter zum letzten lokalen Sender in unserem Land, als highly important News-Information.

Wetten ?!
Aber dann nur unkorrigiert.

13 Kommentare


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