Grenzkontrollen wie weiter in Europa und was ist mit den Menschen auf der Flucht?

In Europa scheint es aktuell nur ein Thema zu geben, Migration oder illegale Migration. Das überlagert wie es scheint alles und Regierungen, Parteien und Politiker machen das Thema zur Schicksalsfrage. Alle getrieben von einem Bayrischen Populisten im Wahlkampf, scheint halb Europa nur noch dieses Thema zu kennen.

Analog dazu hörte ich heute morgen im Radio, dass vor Nordafrika gestern und heute an die 250 Menschen ertrunken sind. In Schlauchbooten abgesoffen auf der Suche nach einem besseren Leben, auf der suche nach Schutz oder einfach weil das vermeintliche Schlaraffenland Europa lockt. Vor wenigen Jahren hätte so eine Meldung wohl Betroffenheit ausgelöst und wenn man auch nur erahnen kann wie hoch das Menschliche Leid in dem Gescheiterten Staaten wie Libyen ist, scheint es wohl für diese Menschen nach wie vor eine Reise der Hoffnung zu sein. Heute nehmen wir das zur Kenntnis und viele stimmen wohl zu wenn viele Politiker mit voller Überzeugung eine Sichere Aussengrenze fordern, dabei ist die EU Aussengrenze in der Zwischenzeit ein Friedhof bewacht von Diktatoren, Milizen und Staaten die wohl näher an Totalitären Staatsformen als an der Demokratie kratzen. Mit Rechtsstaatlichen Normen und Sicherheit die auch von den Populisten gefordert wird, hat das nichts mehr zu tun.

Lösungen werden angemahnt, gefordert oder sogar ultimativ erzwungen. Man droht damit das man Menschen an der Grenze zurückweisen werde, man redet von Grenzschliessungen und Grenzkontrollen über die volle Länge der gemeinsamen Binnengrenzen. Jetzt mal abgesehen von der Machbarkeit solcher Drohungen und Ankündigungen, was hiesse das den Konkret? Was würde das für die innereuropäische Zusammenarbeit bedeuten? Wäre der Dublin/Schengen Vertrag gekündigt, was würde das verbessern? Was bieten diese drohenden Politiker den für Alternativen an, zum heutigen zwar unvollkommenen, aber in gut organisierten Staaten wie dem unseren einigermassen funktionierenden System? Warum sollte den Italien von Österreich abgewiesene Menschen annehmen, oder Italien von der Schweiz, ohne Verträge die auch umgesetzt und respektiert werden. Was nützt dieser angedrohte Rückzug auf die Nationale Schiene? Und was ich schon auch nach wie vor wichtig finde... Was ist mit den Menschen auf der Flucht?

Jetzt war und ist Migration schon immer eine grosse Herausforderung für die Gesellschaften die davon betroffen sind. Vor allem wenn Menschen aus Gebieten kommen die andere Werte haben. Ich bin aber schon der Meinung das wir das wie alle unsere Vorfahren auch hin bekommen.

Ich wünschte mir das jene wieder das Heft des Handels übernehmen denen Menschenleben nicht am Hintern vorbei gehen, die Rechtsstaatliches und Humanes handeln vor einseitige Lösungen stellen. Den mal abgesehen vom Menschlichen Leid das man damit anrichtet ist es doch auch in unserem klaren Interessen das Staaten zusammen nach Lösungen suchen. Verträge einhalten und Rechtssicherheit der Standard und nicht nur gegenseitiger Goodwill ist oder Zusammenarbeit nur durch Drohungen erreicht wird. Den da werden wir wohl ziemlich klar verlieren, wir und die Menschen auf der Flucht.

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