Schritt in richtige Richtung! Nicht mehr, nicht weniger. Angskampagne der Gegner besteht aus Phrasen, konkrete Facts fehlen!

Wenn Sie den KURZEN Initiativtext lesen, werden Sie folgendes Feststellen:

  1. der SNB werden keine Instrumente weggenommen! Devisengeschäfte sind also weiterhin möglich (hier lautet der Initiativtext sogar exakt gleich wie die BV vom 2000)!
  2. Kredite werden weiterhin von den Geschäftsbanken vergeben, lediglich die Geldschöpfung passiert ausschliesslich in der SNB. Das ist keine Planwirtschaft!
  3. Die Initiative bindet die Geldschöpfung an 2 Bedingungen: die Wirtschaftsleistung (BIP) & das Gesamtinteresse der Schweiz. Wenn die SNB vor einer Kreditklemme warnt, dann weil sie es so will, nicht weil die Initiative es so vorgibt!
  4. EINE von zwei Arten, SNB-Geld in Umlauf zu bringen, ist die schuldfreie Abgabe an Staat & Bürger. Dies existiert im Wesentlichen heute schon! 2017 wurde vom SNB-Gewinn von 54Mrd. nicht nur 1Mrd. Dividende ausgeschüttet, sondern mindestens gleichviel bedingungslos direkt an den Staat. Durch Vollgeld erweitert sich lediglich der Bezügerkreis und die Gewinngrundlage. Ein konkreter AUSSCHÜTTUNGSBETRAG wird in der Initiative NICHT genannt!

Hintergrund:
Durch Vollgeld werden auf Transaktionskonti 600Mrd. durch die SNB gesichert, im Vergleich zum heutigen Einlegerschutz von 6Mrd. eine wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen Stabilität.
Heute kann die Geldmenge nur durch mehr Schulden erhöht werden. Dies bedeutet auch, dass der Schuldendienst immer weiter steigt & somit Reiche reicher & weniger Geld für Investitionen übrig bleibt. Eine grössere Kreditrückzahlung würde zur Abnahme der Geldmenge, also einer Deflation führen. Mit Vollgeld wird dieses Prinzip durchbrochen, d.h. eine höhere Geldmenge ist mit sinkender Verschuldung möglich! Und zwar weil die SNB zurück bezahlte & nicht mehr nachgefragte Kredite schuldfrei ausschütten KANN.
Wie die SNB das KreditWACHSTUM bremst, schreibt die Initiative nicht vor. Es bleibt ihr überlassen, ob sie höhere Zinsen für Kredite auf Vermögensanlagen verlangt oder eine Amortisationspflicht einführt. Wichtig ist einzig, dass sie sich bemüht, mehr Geld als heute schuldfrei in Umlauf zu bringen, denn sonst bringt der Systemwechsel nichts.

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Kommentar von Patrick Vogt:

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