Bevölkerungsziele statt Bevölkerungsszenarien wären für die Schweiz wichtig!

In den 60er und 70er Jahren stellten sich die Raumplaner die Frage, welche Bevölkerungszahl für die Schweiz angemessen wäre und wie diese Zahl am besten auf das Land verteilt werden könnte. Man sprach von der „dezentralen Konzentration“: Nicht alles in die Grossagglomerationen lenken, sondern Entlastungszentren, verteilt über die ganze Schweiz, aufbauen. Von dieser Planungsidee ist heute nichts mehr zu erkennen. Die Raumplanung ist heute nur noch die Erfüllungsgehilfin der Bedürfnisse von Wirtschaft und Personenfreizügigkeit. Bevölkerungspolitische Ziele haben keinen Stellenwert mehr. Wir lassen uns treiben von den Ansiedlungswünschen der Wirtschaft und einer beinahe unbeschränkten Zuwanderung.
Wir können von Glück reden, dass die vergangenen Bevölkerungsszenarien zu tief angesetzt wurden. Noch höhere Szenarien hätten die Voraussetzungen für noch mehr Wachstum in der Schweiz geschaffen.
Was ist heute zu tun? Zugunsten einer für die Schweiz nachhaltigen Entwicklung sollten wir uns wieder ein restriktives Bevölkerungsziel setzen und uns gleichzeitig überlegen, wie wir ein damit verbundenes reduziertes Bevölkerungswachstum regional verteilen wollen. Das widerspricht selbstverständlich dem Vertrag zur Personenfreizügigkeit. Darum muss dieser auch angepasst und notfalls gekündigt werden. Wir müssen im Interesse der Lebensqualität in der Schweiz unsere Siedlungsentwicklung selbständig steuern können.

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