Er war stets bemüht ist hervorragend

Vielleicht sehen wir es falsch, wenn wir eine For­mu­lie­rung, wie er war stets bemüht ab­schät­zig be­trach­ten. Was will man mehr von einem Men­schen der sich stets bemüht. Nur wer einem krank­haf­ten Leis­tungs­den­ken wie mo­derne Ma­na­ger an­hängt ach­tet das Bemühen nicht. Wer so denkt ver­gisst, dass Jesus seine Kir­che auf den «schwa­chen» Pe­trus auf­bau­te, er hätte ja auch all­wis­send wie er war auf Sau­lus, den späte­ren Pau­lus, auf­bauen kön­nen, Pau­lus der mo­derne Men­sch, wel­cher nur nach sei­ner Leis­tung, sprich nach sei­nem Er­geb­nis be­ur­teilt wird, den seien wir ehr­lich, was hat Pau­lus schon ge­leis­tet aus­ser, dass er er­leuch­tet wurde und dann mit kal­tem Ver­stand die christ­li­che Theo­lo­gie be­grün­de­te. Eine Theo­lo­gie, wel­che mei­ner An­sicht nach recht wenig mit der Wärme und Liebe der Ein­stel­lung Jesu zu tun hat. Nein Chris­tus, setzte auf den fehl­ba­ren und etwas un­zu­ver­läs­si­gen Pe­trus. Seine Hoff­nung baute nicht auf Per­fek­tion, son­dern auf Mensch­lich­keit.

Vielleicht ginge es uns besser, würden auch wir akzeptieren, dass das Fehlerhafte menschlicher ist als das Perfekte. Dann würden vielleicht auch die Staatsanwaltschaften bei der Beurteilung von Handlungen, welche missraten vom normalen Menschen ausgehen und nicht vom perfekten Menschen, dann würden Wissenschaftler nicht abenteuerliche Konstrukte wie in der modernen Astrophysik aufbauen um das Faktum des Unerklärlichen (Gott) negieren zu können, würden wir vom Normalen ausgehen, würden wir wieder vernünftig und könnten wahrscheinlich 50 % aller gesetzlichen Regelungen eliminieren, welche das Perfekte anstreben statt demütig anzuerkennen, dass nicht das Ergebnis entscheidend ist sondern das Bemühen. Vielleicht würden wir dann auch Gott wieder einen Spielraum lassen. Den mit unserem Perfektionsdenken wollen wir alles entscheiden alles ergebnisorientiert im Griff haben und wenn das Schicksal dann halt doch zuschlägt sind wir nicht mehr fähig es demütig zu akzeptieren und rufen zu Gott « warum tust du nichts?». Er kann sich dann ruhigen Gewissens nach hinten lehnen und antworten: « Du lässt mir ja keine Möglichkeit was zu tun»[

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