Judikative: Nichts Sehen, nichts Hören, nichts Reden Warum werden die vom Neoliberalismus indoktrinierten Lehrmeinungen aus der Fakultät Ökonomie, Think Tanks, Regierende und Medien nicht als Betrug wahrgenommen?

Aus dem Buch von Warren Mosler: „ Die sieben unschuldigen aber tödlichen Betrügereien der Wirtschaftspolitik“, erschienen 2017 im Lola Books Verlag, Berlin
ISBN 978-3-944203-21-8

Die genannten Verbreiter der Unwahrheiten weigern sich beharrlich, das Geldsystem in seiner Entstehung, seit 4000 Jahren Mesopotamien, Funktion und Auswirkung in der arbeitsgeteilten Wirtschaft, korrekt zu verstehen. Die Fakten sind jedoch glasklar. Die Vertreter der Mythen sind nicht nur im Unrecht, sondern auch nicht schlau genug, um zu verstehen, welchen Schaden sie an der Bevölkerung anrichten. Jede Behauptung, es doch vorher schon verstanden zu haben, wird zu einem Schuldeingeständnis – eine undenkbare Selbstbeschuldigung.

Die Mythen und Richtigstellungen der Betrugslehrmeinungen:
1. Schulden werden aus Einlagen und Ausgaben aus Einnahmen geschöpft
1.1. Das Umgekehrte ist richtig, weil aus der Geldschöpfung der Geschäftsbanken, keine Liquidität (Einlagen) entstehen kann, da es sich nur um Zahlen in der Bankbuchhaltung handelt
1.1.1. Es sind nur Umbuchungen oder Überträge möglich.
1.2. Die Liquidität oder Manöveriermasse wird per Gesetz (gesetzliches Zahlungsmittel), zwischen Zentralbank und Geschäftsbank mittels Geld- und Offenmarktgeschäften geschöpft und wird auf dem jeweiligen Bankgirokonto (Multiplikator – Effekt = Schneeballsystem) verbucht. Das Buchgeld ist im Gegensatz zum Bargeld nicht durchlässig.
1.2.1. Diese Liquidität wird für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr des von den Geschäftsbanken geschöpften Buchgeldes (kein gesetzliches Zahlungsmittel) verwendet.
1.3. Gewinne und Ersparnisse sind nur mit einer Neuverschuldung möglich.
2. Die Staatsausgaben werden aus Steuereinnahmen „finanziert“
2.1. Wie entstehen die Steuereinnahmen? Vom Himmel oder von den Staatsausgaben?
2.2. Die moderne Geldtheorie MMT besagt, dass der Staat per se keine Einnahmen braucht, sondern der Rückfluss zur Preisstabilität und Umwelt zugeordnet wird.
3. Die Rentenausgaben werden aus Sozialbeiträgen (Aktive für Passive) generiert
3.1. Das Umgekehrte ist natürlich richtig, weil das Geld steckt im Produkt und die Generierung vom Konsumenten oder Nutzer (Rentner) mit dem ihm frei verfügbaren Geldgegenwert der Arbeit/Ersatzleistung erfolgt
3.1.1. Die Geldgenerierung trifft natürlich auch für die sog. kapitalgedeckte Vorsorge zu.
4. Das Renteneintrittsalter, Demografie und Generationsvertrag als monetäre Leistung beeinfluss die Wirtschaftsleistung
4.1. Dieser Betrug hängt mit dem Verknappungsspiel über die Lohnsumme zusammen und bricht bei zunehmender Automatisierung in sich zusammen
4.1.1. Korrekte Abwicklung über den Preis des Endprodukts oder Leistung zwischen Wirtschaft und Staat.

  1. Eine negative Leistungsbilanz schade dem Land 5.1. Muss nicht sein, es erhöht den Wohlstand ohne dafür zu arbeiten.
  2. Eine Staatsverschuldung schadet späteren Generationen 6.1. Völliger Blödsinn 6.1.1. Eine heutige Bedarfsabdeckung aus nachhaltigen Ressourcen hat den gleichen Effekt, wie ein Aushub, es fehlt kein Dreck. 6.2. Das Unterdrückungsspiel der Regierenden und Internationaler Währungsfonds dient der profitablen Ausbeutung der Länder.
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