Die Post drängt ältere Mitarbeitende in die Arbeitslosigkeit - mangelnde Wertschätzung von Post-Chefin Susanne Ruoff und dem Staatsbetrieb!

Haben die Post und Susanne Ruoff ein Herz für ältere Mitarbeitende? Oder eben doch nicht?

Etwas verwirrt halte ich zwei Artikel vor mir, welche so gar nicht die gleiche Botschaft enthalten. Im Artikel „Die Post-Chefin hat ein Herz für ältere Mitarbeiter und Briefmarkensammler“ der Tageszeitung „Der Bund“ steht, dass im 2016 jede sechste neu eingestellte Person über 50-jährig gewesen sei, was ebenso ein Bekenntnis zur Diversität sei wie die Tatsache, dass die Post Mitarbeiter aus 140 Nationen beschäftige und dadurch auch „ein grosses Migrationsprojekt“ sei. Und dann halte ich den Artikel „Die Post drängt 62-Jährige in die Arbeitslosigkeit“ vom „Beobachter“ in den Händen. In diesem Artikel wird der Fall einer 62-Jährigen erzählt, die nach 38 Dienstjahren auf die Strasse gestellt wurde. Am 62. Geburtstag beendete die Post das Arbeitsverhältnis vorzeitig. Der Staatsbetrieb schickte die Mitarbeiterin zwangsweise in die Frühpension. Der Personalberater der Post habe gesagt „Sie können sich arbeitslos melden in ihren letzten beiden Erwerbsjahren vor der Pensionierung“. Eine Praxis welche kein Einzelfall sei und wie im Artikel erläutert, sieht die Post darin auch kein Fehlverhalten.

Die Postchefin Frau Ruoff und die Post haben also ein Herz für ältere Mitarbeitende? Also für mich sieht Herz haben doch etwas anders aus. Dass mit der Sparmassnahme Kosten auf die Arbeitslosenkasse abgewälzt werden ist die eine Sache, aber welch mangelnde Wertschätzung gegenüber einer Mitarbeiterin die 38 Jahre für ein Unternehmen gearbeitet hat. Am Ende des Erwerbslebens muss die Mitarbeiterin sich gemäss den Richtlinien des RAV noch um eine Stelle bemühen? Sollte nicht gerade ein Staatsbetrieb einen vorbildlicheren Umgang mit Mitarbeitenden vorleben?

Für mich ist die Antwort klar: Frau Ruoff und die Post haben definitiv KEIN Herz für ältere Mitarbeitende!!!

PS: kleine Anmerkung an die Redaktion der Tageszeitung „Der Bund“: heute spricht man von Mitarbeitenden und nicht von Mitarbeitern.

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