Wir haben den Gotthardbasistunnel vergebens gebaut - Merkel-Deutschland foutiert sich um die Rheintallinie 1. Teil

Die führende deutsche Zeitung, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („F.A.Z.“) schreibt am Samstag, den 02.09.2017 "Rastatt und der Güterverkehr" – den Originaltext finden Sie in Teil 3:

„**Die Sperre der Bahnstrecke bei Rastatt ist eine Katastrophe mit Ansage.**
Die paar abgesackten Gleise sind Teil der ‚Magistrale’ [leider nicht zutreffend – siehe etwas weiter unten] Rotterdam-Genua. Diese Hauptschlagader der Güterbahn [dies ist völlig richtig] hat keinen brauchbaren Bypass.“
„Ihre Bedeutung ist auch im Kanzleramt in Berlin wohlbekannt; Angela Merkel nannte diesen Abschnitt die „Aorta“ des europäischen Schienengüterverkehrs, als sie 2016 zur Eröffnung des Gotthard-Tunnels in der Schweiz sprach.“

Schön gesprochen, aber nicht mehr, denn:

Die Nr. 1 des 'Transeuropäischen Netzes' TEN (englisch: „Trans-European Networks”) verläuft von Berlin über den Brenner bis nach Palermo und ist im Bau.

Quelle: “Wikipedia” – “Transeuropäisches Netz”; Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Transeurop%C3%A4ische_Netze .

In der Tabelle "TEN-V-Kernnetzkorridore" finden Sie unter
‚Skandinavien-Mittelmeer’:
Bremen – Hannover – Nürnberg – München – Innsbruck – (Brenner) – Verona – Bologna – Ancona – Florenz – Rom – Neapel – Bari – Taranto (It) – Valetta (Malta)
und unter
‚Rhein-Alpen’:
Genua – Novara – (Simplon) - Brig – (Lötschberg) - Bern – Basel – Karlsruhe – Mannheim – Mainz – Koblenz – Köln.

Eine Transversale (TEN) durch den Gotthardbasistunnel
suchen Sie vergebens!

Zudem:
Es ist beschlossen, dass für 1,2 Milliarden Euro ein sieben Kilometer langer Tunnel unter der Stadt Offenburg gebohrt wird.
Er soll 2035 – in 18 Jahren! – in Betrieb gehen.
Die Güter werden nicht warten, und sie werden auch danach wohl nicht mehr auf die Schiene zurückkehren.
Der Tunnel unter der Stadt Rastatt ist gescheitert. Die DB und die deutschen Politiker haben sich noch nicht dazu geäussert, um wie viele Jahre sich der Tunnelbau verzögert.
Diese Tunnelbauten sind notwendig, weil die Bevölkerung im deutschen Rheintal keinen weiteren Eisenbahnlärm mehr duldet. Der Ausbau von zwei auf die notwendigen vier Gleise von Nord nach Süd ist demnach in überbauten Gebieten nur in Tunnels möglich.

Zudem:
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt genehmigt „Monstertrucks“, wie die Bahnlobby sie nennt, also überlange Lkw mit mehr Transportvolumen. Zudem werden die Lkw mit der Digitalisierung einen riesigen Sprung in der Personaleffizienz erleben, wenn sie im Fernverkehr elektronisch gekoppelt fahren können.
Auch beim Klimaschutz greift der Lastwagen den Bahnverkehr an. Der Bundesverkehrsminister erprobt Autobahnstrecken, auf denen Lastwagen mit Elektroantrieb Strom aus einem Fahrdraht über der rechten Spur beziehen.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kauft sich Zeit mit Steuergeld, um politisch schwierigen oder unwillkommenen Entscheidungen zu entgehen.
Quelle: (Vollständiger Text im Anhang)
Rastatt und der Güterverkehr „F.A.Z. – Unternehmen", vom Samstag, den 02.09.2017;
„STANDPUNKT“ von Gottfried Ilgmann und Klemens Polatschek, Verkehrswissenschaftler.

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