Raser-Gesetz, der unbeliebte Volksentscheid, und wie die Juristen im Parlement es schafften, sich neue Pfründe zu verschaffen, und (Einfluss-)Reiche zu schützen

Eigentlich wäre es eher doch zum Lachen, wäre es nicht so ein trauriges Schauspiel. Aber man wollte auch noch nie ein Gesetz, dass zwingend Vorschriften und Strafen erlässt, und schon gar nicht Gesetze, die vom gemeinen Volk dem hohen Parlement aufgezwungen werden.

Und so will man jetzt, das Solche, die nur zufälligerweise viel zu schnell fuhren, und dabei erwischt werden, nicht mit dem gleichen Masstab gemessen werden, wie die kleinen Leute, nur, weil sie vielleicht beim Durchsehen der neusten SMS-Mitteilungen übersahen, viel zu schnell dabei gefahren zu sein.

Aber es ist ja auch logisch, den kein Anwalt konnte mehr sein Geld damit verdienen, seine gutsituierten Klienten vor Strafen zu bewahren, und so beauftragte das Parlament den Bundesrat, den Raser Artikel wieder so zu entschärfen, dass Die, die genug Kohle haben, sich wieder einen guten Anwalt leisten können, welcher sie mit ein paar guten Ausreden davor bewahrt, wegen so eines kleinen Deliktes gegebenenfalls sogar im Gefängnis zu landen.

Schweizerische Rechtssprechung allerbester Manier. Es ist wirklich zum Kotzen.

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