Flickschusterei an Renten ist keine Reform

Rentenreform im Digitalisierungszeitalter des 21. JH

(Keine Flickschusterei Lex - Berset 2020 als Vernebelung des Geistes)

Zwischen der Geburt und dem Tod gilt es das Leben zu meistern.

Grundsatz:

  1. Kapitaldeckungsverfahren BVG
    1.1. Diese Risikovorsorge ist nicht Aufgabe des Staates, weil er zwar diktiert, jedoch wie die Wirtschaft, praktisch keine Verantwortung übernimmt.
    1.2. Teilweise Umstrukturierung auf das Umlageverfahren AHV/IV. Das heisst, der Anteil welcher später die einheitliche Rente (Kopfpauschale) abdecken soll wird im Umlageverfahren abgewickelt. Der verbleibende Teil ist Privatvorsorge, über welche der Begünstigte frei vorsorgen kann. Er kann das Kapital auch für seine Bedürfnisse beziehen, nur wären dann Steuern fällig, wie beim Kapitalbezug für das Eigenheim.
    1.3. Die freie individuelle Vorsorge ist Privatsache, dabei hat sich der Staat nicht einzumischen. Der Arbeitnehmer handelt mit dem Arbeitgeber die entsprechenden Bedingungen, wie vor dem BVG, aus (Geldgegenwert der Arbeit enthalten).

  2. Umlageverfahren AHV/IV (kann auch für die Erwerbsteuer benutzt werden)
    2.1. Der Rückfluss (Sozialquote) des bestehenden Sozialsystems, basierend auf der Lohnsumme und Subventionen aus Mehrwert- und Lenkungssteuern, führt bewusst zu Denkfehlern, wie Demografie und Generationsvertrag als monetäre Leistung. Dabei ist es wissenschaftlich eindeutig bewiesen, dass einzig die Wirtschaftsleistung, bei welcher sämtliche Wirtschaftsfaktoren einkalkuliert, dafür massgebend ist.
    2.2. Eine Grundrente (Kopfpauschale) zur Abdeckung eines ordentlichen Lebens in Würde.

  3. Abwicklung der Abgaben zwischen Wirtschaft und Staat:
    3.1. Beim Staat = Umlage von Administrations- Aufgaben in Kontrollaufgaben.
    3.2. Kein Lohnbestandteil (Addition und Subtraktion), da im Preis des Produktes einkalkuliert. Der Nettolohn bleibt zur freien Verfügung (Abgaben werden von der Wirtschaft an den Staat weitergeleitet = wir geben schon heute nur mit dem Netto auf die Pirsch, Sozialbeiträge entstehen aus zugeordneten Rentenausgaben, Steueranteil entsteht aus zugeordneten Staatsausgaben im Verhältnis zum Nettoeinkommen = Addition und Subtraktion)

  4. Grundlagen:
    4.1. Konzentration der Abgaben nur auf den End- Verbrauch und Benutzung mit spartengerechter individueller Tarifierung, dabei wird die Zulieferung nicht tarifiert, sondern nur das Endprodukt. Ein Eigenverbrauch ist gesondert auszuweisen und zu tarifieren.
    4.2. Wirtschaft Aufteilung:
    4.2.1. Realwirtschaft
    4.2.1.1. Lebensunterhalt
    4.2.1.2. Dienstleistungen aller Art
    4.2.1.3. Investitionen Errichtung und Verkauf
    4.2.1.4. Sonstige Leistungen (Luxus etc.)
    4.2.2. Finanzwirtschaft
    4.2.2.1. Zins- und Prämienerfolg
    4.2.2.2. Handelsvolumen
    4.2.2.3. Sonstige Leistungen

Anmerkung:

Die gleiche Prozedur kann auch für den Rückfluss der Staatsquote (Steuern) angewendet werden. Dabei führt der Paradigma Wechsel von Wohn- zu Standort (Quelle) dazu, dass die Optimierungsspiele beendet wären. Diese Massnahme müsste jedoch OECD-Konsens sein; weil die Abkehr vom Wohnort, die bilateralen Vereinbarungen beeinflussen (Informationsaustausch womöglich überflüssig?).

Den Denkfehler, sich als Steuer- oder Sozialzahler zu fühlen, sollte jedoch gedanklich ausgeräumt sein. Als Bürger nehmen wir grösstenteils und selbst bestimmt die Verantwortung wahr, mit dem uns zugeordneten Geldgegenwert der Arbeit und Leistung, einerseits den Lebensunterhalt zu bestreiten und andererseits dem Gemeinwohl zu dienen. Wir tauschen den Geldgegenwert der Arbeit/Leistung mit dem anteiligen Geldgegenwert der Güter und Dienstleistungen. Das gesetzlich legalisierte Geld entsteht aus dem Nichts mit einem Buchungssatz, ist demnach reine Buchhaltung (früher in Büchern heute Computer) und besteht aus nicht getilgten Bankschulden und nicht abgeschriebenen Bankinvestitionen.

Die zu einseitige Verteilung der Geldmenge, welche die Politik und Ökonomen zu verantworten haben, führt zu Verwerfungen und Krisen. Die Existenzkämpfe und Armut stehen darum eindeutig nicht im Einklang mit den Möglichkeiten des Geld- und Wirtschaftssystems. Die zu niedrige Sozialquote in den Gegenwerten, dient der „Unterdrückung“ und wird mit den Demütigungsanstalten Arbeit- und Sozialamt durchgesetzt.

Denken Sie einmal darüber nach? 06. Juni 2017 Georg Bender

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