Der Dicke, der vom Abnehmen schwafelt, und dabei kiloweise Zucker frisst.

Ja ist denn dieser Donald Trump nicht ganz bei Trost? Jetzt will der mit der goldenen Welle auf dem Haupt doch tatsächlich der Welt die Luft rauslassen.

Das mediale Entsetzen ist grenzenlos. Vor und besonders nach der Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika starrt die Welt fassungslos nach Washington, besonders seit der eloquente, sympathische, jugendliche, sportliche und rhetorisch gewandte Barack Hussein Obama in seinen Golf-Ruhestand abgetreten ist, und die strahlende und beflissene Hillary Clinton nicht wie allgemein erwartet ins Weisse Haus einzog.

Bereits nach der Inauguration fiel der neue Chef unangenehm auf. Er liess Journalisten aus dem Presseraum entfernen, strich die Zutritt Berechtigungen zusammen, verlangte eine Einreisesperre für Bürger gewisser islamischer Staaten. Er will mit einer Mauer die illegale Einreise der Mexikaner stoppen, und twittert für die Allgemeinheit oft Unverständliches. Und jetzt der „Withdraw from Paris Climate Agreement“. Der neue französische Staatspräsident, die Kanzlerin und andere treten vor die Presse, und reklamieren staatsmännisch und viel gefeilter als Klotz Trump die Opposition für sich. Die internationalen Sozialisten sind sich einig, der ungehobelte John Wayne der heutigen Zeit schiesst sich selbst ins Knie, alle gegen Trump.

195 Staaten hatten damals in Paris das Klimaabkommen für gut geheissen, nach jahrelanger Arbeit. Nach Kyoto und Kopenhagen pilgerten die Saatsfrauen und –Männer mit ihren Privatjets an die reichhaltigen Apéros und fetten Staatsbanketts, eine riesige Entourage an Sicherheitsleuten und Beratern, Staatsekretären mit Ehepartnern im Schlepptau – alles für Trump, respektive die Katz. America First und Punkt.

Klimadebatten sind sehr dankbare politische Themen, weil man damit immer Mehrheiten gewinnen kann, und selbst sich an den Resultaten nicht messen muss. Denn wenn die eine oder andere Insel wegen dem schmelzenden Eis unter Wasser geht, ist man selbst biologisch bereits zersetzt. Mit Klimadebatten und –Beschlüssen kann man den Weissen Ritter spielen, so eine Art heiliger der heutigen Zeit. Trump muss die Inkarnation des Teufels sein.
Doch was ist eigentlich dieses Ergebnis von 2015 in Paris? Und warum war es endlich, nach Kyoto oder Kopenhagen, so einfach, 195 Staatschefs davon zu überzeugen, diese Übereinkunft zu unterzeichnen? Und welche goldene Mähne vernebelt denn jetzt den klaren Blick?


Es wurde vereinbart, dass bis zum Jahr 2100 (also in 83 Jahren, unsere ungeborenen Enkel werden dann greise sein) sich die Erdtemperatur nicht mehr als 2° erwärmen soll – im Vergleich zur vorindustrialisierten Zeit selbstverständlich. Das ist alles, mehr wurde nicht beschlossen. Eine Phrase des Glücks der Elite dieser Welt, selbstzufrieden mit roten Bäckchen, die Wiederwahl gewiss.

Während die westlichen Industrienationen in satter Zufriedenheit des Überflusses dekadent verkennen, dass ihre Staaten den CO2 Ausstoss bereits massivst gesenkt haben, gibt es von keinem Staat keine, nicht nur eine Verpflichtung. Niemand wird gebüsst, wenn sein Beitrag zur Reduktion des CO2 Ausstosses gleich null ist, keine Sanktionen, nichts. Das ist so, wie wenn ein extrem übergewichtiger Mensch an einem schönen Tag beschliesst, viele Kilos abzunehmen, und diesen Beschluss mit fetter Wurst, Eiscreme mit Rahm und gutem Schnaps besiegelt. Das Pariser Klimaprotokoll ist ein zahnloser Tiger, eine Schönfärberei, eine Brise CO2 erwärmte Luft.

In dieser dekadenten, selbstlobenden und reichen Gesellschaft wird ganz verkannt, dass der Westen die Menschen dieser Welt gerade wegen der Industrialisierung deutlich reicher machte, sogar im ärmsten Entwicklungsland sehen wir Autos fahren, Maschinen die Häuser bauen oder das karge Feld bestellen. Dank dieser industriellen Revolution sind auch Innovationen möglich, welche selbst in Indien oder China die Luftverschmutzung wie von selbst reduzieren, ohne dass irgendwer noch zusätzliche Gesetze erlassen muss, oder irgendwie sanktioniert werden könnte. Mit dem Resultat dieser Klimakonferenz kann man Lorbeeren gewinnen, sich rundum wohl fühlen, ohne wirklich etwas zu tun. Markus Somm trifft mit seinem Essai den Nagel auf den Kopf

Was das Abkommen vollends zur Farce macht: Es hat so oder so kaum Auswirkungen, wie Forscher des MIT, einer führenden Universität der USA, vor Kurzem berechnet haben. Selbst wenn alle 195 Staaten erfüllten, was sie zugesichert haben und alle ihre INDCs realisierten, stiege die Temperatur bis 2050 um vielleicht 1,9 bis 2,6 Grad – bis 2100 womöglich um 3,1 bis 5,2 Grad. Ich wiederhole mich: Diese Werte erzielen wir, wenn alle Staaten genau das tun, was sie angekündigt haben. Eigentlich sah der Vertrag vor, den Anstieg bis 2100 «deutlich» unter 2 Grad zu begrenzen. Gemäss MIT – und je nach Zahlen – würde sich die Welt um sage und schreibe 0,2 Grad weniger erwärmen, falls alle sich an das Pariser Abkommen hielten. 0,2 Grad? Der Berg hat eine Maus geboren.

Donald Trump hat somit nichts beschlossen, was irgendwas nur im Ansatz ändert. Nur die selbstzufriedenen, kaum demokratisch gewählten Eliten der Europäischen Union sind völlig entsetzt darüber, dass da mal jemand die traute Runde stört. Gut, die fossilen Energiepreise sind gefallen, was am Ende des Tages auch der Europäischen Wirtschaft nutzt. Nur das interessiert die fette Elite in ihren Regierungspalästen ohnehin schon lange nicht mehr.

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