Wasser ist Leben ...

Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50.000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus. So liest man hier: https://netzfrauen.org/2017/04/12/aethiopien-nestle/ Weiter liest man: Für den Export des absatzstarken Baby-Milchpulvers wird Nestlé übrigens vom Schweizer Staat üppig subventioniert. Dank dem «Schoggigesetz», das den Export von Milchprodukten fördern soll, erhält Nestlé jedes Jahr rund 25 Millionen Franken. Deshalb stellt sich die berechtigte Frage: «Kann man nachhaltig Wasser abfüllen in einem Land, in dem seit Monaten Millionen Menschen unter einer Hungerkatastrophe leiden, ausgelöst durch eine Dürre, die in dem Land am Horn von Afrika durch ausgebliebenen Regen verursacht wurde?». Herden gingen bereits ein und damit auch eine Grundlage der dortigen Menschen. Wasser ist auch wichtig zum Kochen und für die Hygiene.

Ein weiterer Hinweis dazu aus dem Greenpeace-Magazin 6/16 ist der Scheinprozess mit Monsanto auf der Anklagebank http://monsanto-tribunal.org/ Dies im Hinblick auf strafwürdige Missachtung der Leitprinzipien der Vereinigten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Diese fordern Unternehmen dazu auf, die Gesamtheit der Menschenrechte zu achten, einschliesslich Recht auf Gesundheit das auch den Anspruch auf eine gesunde Umwelt enthält.

Folglich müssen wir entsprechend die Konsequenzen des Handels von Nestlé auch mittragen (es sei denn wir nehmen die Unternehmen in die Pflicht!) und können die Menschen aus Äthiopien dann nicht einfach als Wirtschaftsflüchtlinge wegschicken.

P.S. als ich diesen Artikel las, kam mir der Wasserkrieg in Cochabamba in den Sinn (Nach der durch den Internationalen Währungsfonds erzwungenen Privatisierung der Wasserversorgung verdreifachte die neue Gesellschaft Aguas de Tunari (ein Konsortium unter Beteiligung von Bechtel aus den USA, Edison aus Italien und Abengoa aus Spanien sowie weiteren Investoren) innerhalb kürzester Zeit die Wasserpreise. Dies führte Anfang 2000 zu heftigen Protesten und einem Generalstreik. Nach Zusammenstößen der Demonstranten mit der Polizei eskalierte die Gewalt und im April 2000 wurde das Kriegsrecht über die Stadt verhängt. Mitte April 2000 nahm die Regierung die Privatisierung schließlich zurück. Insgesamt starben sieben Menschen und hunderte wurden verletzt -> https://de.wikipedia.org/wiki/Cochabamba#Wasserkrieg_.E2.80.93_Guerra_del_Agua

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