Nein zur Energieutopie 2050 – Kapitel Versorungsunsicherhei​​​t

Die De­batte um die Ener­gie­stra­te­gie wird hit­zig ge­führt. Tröpf­chen­weise kom­men jetzt auch die Mär­chen der Be­für­wor­ter ans Licht, allen voran jene, wel­che uns von Bun­des­rätin Leuthard und Ihrem UVEK auf­ge­tischt wer­den.

Wie jetzt bekannt wurde arbeitet Bundesbern hinter geschlossenen Türen am Bau diverser Gaskombiwerke, dies für den Fall, dass die Energiestrategie 2050 vom Volk angenommen werden würde. Im Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ist man sich längst bewusst, dass mit den alternativen Energien wie Wasser, Wind und Sonne nicht annähernd genügend Strom produziert werden kann um die Bevölkerung damit zu versorgen. Dies notabene natürlich auch unter dem Umstand, dass die Schweiz nach wie vor jährlich durch Zuwanderung in der Grösse der Stadt Winterthur wächst und somit der Strombedarf massiv steigt. Das UVEK hat gemäss Recherchen der BAZ sogar seine Internetseite gesäubert und von diesen und anderen Fakten befreit, welche die Realität widerspiegeln, nur um die Energielüge am 21.05.2017 an der Bevölkerung vorbeischmuggeln zu können.

http://bazonline.ch/s​​​chweiz/standard/bun​d​-​plant-fuenf-gaskr​af​tw​erken/story/301​754​74

Man kann es drehen, wenden, auf den Kopf stellen oder wie auch immer. Die Schweiz ist aufgrund der geografischen Lage nicht im Stande, sich mit Wind, Luft, Sonne, Biomasse, Geothermie oder anderer erneuerbarer Energieversorgung selbst zu versorgen. Dass jetzt die CO2-schädlichen Gaskombikraftwerke zu einem Teil zur Versorgungssicherheit​​​ beitragen sollen, dies aber erst nach dem Ja des Stimmvolkes auf das politische Parkett gebracht werden soll, ist doch mehr als fragwürdig.

Ich befürworte ganz klar die Förderung erneuerbarer Energien wie dies bereits mit der KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung) der Fall ist. Bereits am 29. Juni 2016 hat der Bundesrat den Netzzuschlag auf 1.5 Rp./kWh per 1. Januar 2017 festgelegt und diesen damit um 0.2 Rp./kWh gegenüber 2016 erhöht. Tausende von Projekte warten auf die Realisierung und stehen auf der Prüf- und Warteliste.

https://www.swissgrid​​​.ch/swissgrid/de/ho​m​e​/experts/topics/r​en​ew​able_energies/r​emu​ner​ation_re/crf.​html​

Leider werden aber auch all diese Projekte nicht die Versorgungslücke schliessen, welche mit der Energiestrategie 2050 die Folge wäre.

Die Folge des fehlenden Strombedarfs müsste damit folglich mit dem Import von deutschem (Kohle) oder französischem (Atom) Strom gedeckt werden. Die Schweiz würde sich somit in noch grössere Abhängigkeit vom Ausland begeben.

Leider hätte die überladene und misslungene Energiestrategie 2050 infolge neuer Verbote und Regulierungen auch einen Innovations- und Technologiestopp zur Folge. Gerade in der heutigen hochtechnologisierten​​​ Welt können sich der Alltag und die Entwicklung aber sehr schnell ändern. Wieso der Bund infolge dieser Tatsache eine Strategie über 33 Jahre vorgeben will, ist doch mehr als bedenklich, denn selbst in der Wirtschaft wird bei einer langfristigen Planung von einem Horizont von maximal 5 Jahren ausgegangen, alles andere wäre praxis- und realitätsfremd.

Die Energiestrategie ist ganz klar abzulehnen, da wir weder einen besonderen Zeitdruck noch die richtigen Lösungen und Rezepte für die Umsetzung haben.

Mit einem wuchtigen NEIN zur Energiestrategie 2050 können wir das ideologisch geprägte Monsterwerk wieder an den Absender zurücksenden und weiter an neuen, tauglichen, brauchbaren und umsetzbaren Lösungen arbeiten.

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