Auch ausländische Online-Glücksspiel-Seiten dürfen nicht der Internet-Zensur zum Opfer fallen

Unter dem Vorwand, den Spieler vor sch selbst zu schützen, läuft aktuell eine Debatte über die schweizweite Sperrung der Zugriffe auf Online-Plattformen, die Glücksspiele anbieten. Diese Bevormundung ist auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens zu spüren und unter dem Begriff Nanny-State bekannt. Im konkreten Fall könnte es offensichtlicher aber nicht sein: Die schweizerische Glücksspielbranche befürchtet durch internationale Konkurrenz eine Abnahme des jährlichen Umsatzes von 300 Millionen Franken. Es handelt sich also um plumpen Protektionismus. Nebst der Verlockung, die ein Verbot in sich trägt und den einfachen technischen Umgehungsmöglichkeiten bei Internet-Zensur darf nicht vergessen werden, dass staatliche Verbote oft das Gegenteil der ursprünglichen Intention bewirken: Durch das Verbot in der Schweiz vergrössert sich für die Schweizer der Unterschied zu den globalen Speilmöglichkeiten wodurch diese zusätzlich an Attraktivität gewinnen. Immer mehr Verbote im Allgemeinen, Internet-Zensur im Konkreten sind deshalb konsequet zurückzuweisen.

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