Rentensystem aus dem Mittelalter reformieren

Das Schmiertheater Bundeshaus zelebriert das Lügenspiel „Rentenreform“!
Die Medien begleiten die infame Unwahrheit, weil der Wissenstand der Bevölkerung, es ihnen erlaubt! Die Judikative in tiefster Agonie, erkennt m.E. den Straftatbestand des Betruges (bewusst?) nicht!
Es gilt also nach wie vor der Satz von Voltaire, dass man einer hundert Mal gehörten Lüge mehr glaubt als einer einmal gehörten Wahrheit. Neben den falschen Fakten spielt das Gefühl eine große Rolle: Wenn der Mensch geht, kommt der Wolf… Da wird mit einer Urangst gespielt.

Dagegen soll hier die These begründet werden, dass es sich bei der „demografischen Zeitbombe“ letztlich um eine politisch-ideologische Nebelbombe handelt.
Fakt ist: Unser Land war noch nie so reich wie heute, schliesslich konnte unsere
Wirtschaft bisher immer weiter wachsen (Schuldenwirtschaft).

Die Bedürfnisabdeckung und vorhandene Kaufkraft ergibt die Wirtschaftsleistung! In beiden Gegenwerten sind sämtliche Wirtschaftfaktoren einkalkuliert, andernfalls kein Tauschen möglich wäre!
Wer also behauptet, die Alterung sprenge automatisch Sozialkassen, ist entweder schlecht informiert oder sagt bewusst die Unwahrheit (Prof. Gerd Bosbach)! In Wahrheit handelt es sich beim bestehenden Sozialsystem um eine sozialpolitische Milchmädchenrechnung.

System - Konzeption Anzahl Beschäftigte, beruht auf einer „biologischen Produktionstheorie“, die so tut, als sei die menschliche Fortpflanzung der Ursprung eines wachsenden gesellschaftlichen Reichtums, aus dem steigende Altersrenten letztlich stammen. Diese Theorie steht mit den Verhältnissen einer modernen, auf Kapital- und Wissensakkumulation basierenden Volkswirtschaft jedoch kaum in Einklang: „Offensichtlich orientiert sich die ‚biologische Produktionstheorie‘ am Muster der archaischen vorindustriellen Subsistenzwirtschaft, ganz so, als wäre die Familie noch immer auch Produktionsbetrieb und Trägerin der sozialen Sicherung.

Es wird also so getan, als sei die Kluft zwischen Kapital und Arbeit durch einen neuen Grundwiderspruch, nämlich zwischen Jung und Alt, abgelöst und Klassenkampf durch einen „Krieg der Generationen“ ersetzt worden. Damit wird von den eigentlichen Problemen, nämlich der ungerechten Einkommens- und Vermögensverteilung, abgelenkt.

Denn jeder Sozialaufwand beziehungsweise jede Rente muss immer aus dem laufenden Bruttosozialprodukt erwirtschaftet werden (Mackenroth-These). Niemand will im Alter Zinsgutschriften essen, er will reale Lebensmittel verspeisen. Wer Geld zurücklegt, hat zwar im Alter individuell mehr Geld zur Verfügung aber es entsteht dadurch weder in der Gegenwart noch in der Zukunft mehr Volkseinkommen, das es insgesamt zu verteilen gibt.

Der partielle Ersatz der Umlage finanzierten Renten durch kapitalfundierte private Renten macht insgesamt die Alterssicherung teurer, weil sie nur mit einer Geldmengenerhöhung (Schuldenwirtschaft) gebildet werden kann. Und zwar nicht nur teurer, weil mehr alte Menschen da sind und die Lebenserwartung steigt, das betrifft also auch kapitalfundierte private wie auch Umlage finanzierte Renten. Nein. Dieser Umstieg von dem einen zum anderen System erhöht insgesamt den Vorsorgebedarf bei gleichem Absicherungsniveau verglichen mit dem, was sonst in der Umlage finanzierten Rentenversicherung an Beiträgen aufzubringen wären.

Mit einem IQ knapp über der Fiebergrenze, könnte man den eingehämmerten Denkfehler von Jung „finanzieren“ Alte, ins Umgekehrte vertauschen, die Alten „finanzieren“ die Renten der Jungen (Geldkreislauf)!

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