Lügenpresse: Die journalistische Inquisition

„Lügenpresse ist ein hässliches Wort, aber leider kann man ihm eine gewisse Berechtigung nicht absprechen. Wobei die Medien nicht lügen, indem sie einfach Sachverhalte oder Aussagen frei erfinden. Das mag vorkommen, aber viel häufiger ist die gezielte Verdrehung, die sinnentstellende Auslassung, die verfälschende Wiedergabe tatsächlicher Handlungen oder Aussagen. Man lauert auf etwas, um daraus etwas anderes zu machen. Das ist die gemeine Taktik dieser journalistischen Inquisitoren, die sich nicht für das interessieren, was einer wirklich denkt, sondern die akribisch darauf hinarbeiten, Leute, deren Gesinnung ¬ihnen nicht passt, moralisch anzuschwärzen. Inquisitoren wähnen sich im Besitz von Wahrheit und Moral. So ermächtigen sie sich zum Gebrauch der unmoralischsten Methoden.
Natürlich geht es hier um links und rechts. Es geht um Politik und die eigene Agenda. Grosse Mainstream-Medien und staatliche Sendeanstalten, die ihre angebliche Unvoreingenommenheit wie einen Heiligenschein herumtragen, entzaubern sich vor aller Augen zu dem, was sie schon immer waren: weltanschauliche Anstalten mit politischer Färbung, erstaunlich einseitig, erschreckend unprofessionell, im Zweifelsfall links, aber in ihrer Unfähigkeit oder Unwilligkeit, sich den eigenen Standpunkt einzugestehen, zwangsläufig unehrlich und verlogen.“ (R. Köppel in Weltwoche Ausgabe 9/2017)

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