Frau Petra Gössi und ihre FDP.Die Liberalen nach der Ablehnung ihrer USR-III-Vorlage

Frau Petra Gössi, Präsidentin der Freisinnig-demokratischen Partei der Schweiz schaltet auf stur – oder ist sie stur?

Interview in der NZZ“ vom Dienstag, den 14.02.2017: „Die Wirtschaft muss wieder mehr Vertrauen schaffen“. Fragen gestellt von Heidi Gmür, Bern.

H.G.:
„Sie begründen die Niederlage mit fehlenden Informationen auf kantonaler Ebene. Haben die Freisinnigen alles richtig gemacht?“

P.G.:
„Die Umfragen haben hatten gezeigt. Die Basis steht hinter der Vorlage; wir konnten sie auch mobilisieren.“

Die Umfragen waren vor dem Abstimmungssonntag. Erst eine Nachanalyse wird zeigen, ob die Basis der Freisinnigen wirklich „hinter der Vorlage gestanden ist“.

H.G.:
„Ist das Nein ein Misstrauensvotum gegen die bürgerliche Mehrheitspolitik?“

P.G.:
„Das glaube ich nicht. Ich denke aber, dass die Wirtschaft wieder mehr Vertrauen schaffen muss.“

Interessant:
Frau Gössi GLAUBT, dann aber DENKT Frau Gössi.

Fact ist:
Die bürgerlichen Parteien, allen voran die FDP.Die Liberalen mit den Grünliberalen und den Bürgerlich-Demokraten im Schlepptau haben die Vorlage im National- und Ständerat überladen.
Sehr aktiv war dabei der freisinnige Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat FDP ZH, der mehr als eine Million für die Kampagne ausgegeben hat (u.a. eine achtseitige Abstimmungszeitung in einer Auflage von 3 Millionen).

Die „Neue Zürcher Zeitung“ schreibt in ihrer Internationale Ausgabe vom Montag, den 13.02.2017 unter dem Titel: „Nationale Vorlage zur USR III klar gescheitert“ klar und deutlich:

„Mit wenig Rücksicht auf die Gegenseite packte die bürgerliche Übermacht im Parlament die Unternehmenssteuerreform III mit eigenen Anliegen voll“

und in der Hauptausgabe titelt sie am gleichen Tag auf der Frontseite_
„Ausdruck eines grösseren Malaises“ – „Das Ergebnis steht in erster Linie für einen argen Vertrauensverlust“ –

vor allem gegenüber der den (Miss-)Ton angebenden Partei der FDP.Die Liberalen (FDP) und deren National- und Ständeräte (w./m):
Petra Gössi NR SZ, Doris Fiala NR ZH, Christa Markwalder NR BE; Kurt Fluri NR SO, Hans-Ulrich Bigler NR ZH, Ruedi Noser SR ZH, Philipp Müller SR AG, Andrea Caroni SR AR.

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