Es geht um die dritte Generation!

Bundesrat und Parlament möchten Ausländern der dritten Generation die Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung gewähren. Kinder von ausländischen Eltern, die ebenfalls bereits ein Aufenthaltsrecht hatten, sollen über das gleiche Verfahren eingebürgert werden, wie beispielsweise ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern oder ausländische Kinder mit einem Schweizer Elternteil.
Im Unterschied zum herkömmlichen Einbürgerungsverfahren entscheidet der Bund über die Vergabe des Schweizer Passes. Die Wohngemeinde und der Kanton haben ein Rekursrecht. Die Bedingungen für die Einbürgerung werden vereinfacht. So muss eine interessierte Person aus der dritten Generation weniger als 25 Jahre alt sein und mindestens 5 Jahre die obligatorische Schule in der Schweiz besucht haben. Mindestens ein Elternteil muss mehr als 10 Jahre in der Schweiz gelebt haben und natürlich ist eine Niederlassungsbewilligung erforderlich. Eine automatische Einbürgerung wird es zu recht weiterhin nicht geben. Ausländer der dritten Generation müssen ein Gesuch stellen, welches geprüft wird und angefochten werden kann. Damit ist sichergestellt, dass die Bewerber tatsächlich über eine enge Verbundenheit mit unserem Land verfügen und Gesuche auch abgelehnt werden können.
Mit dieser Vorlage geben wir bestens integrierten Ausländern die Möglichkeit einer vereinfachten Aufnahme in unsere Gemeinschaft. Ausländer der dritten Generation sprechen unsere Dialekte, sie nehmen am Vereins- und Kulturleben aktiv teil, sie sind bei uns zur Schule gegangen und bereit sich in der Gesellschaft zu engagieren. Diese Menschen sind ein Teil unserer Gesellschaft und breit anerkannt. Sie kennen ihr Ursprungsland vielfach nur von den Ferien. Sie gehören zur Schweiz! Aus diesem Grund sage ich Ja zur erleichterten Einbürgerung für die dritte Generation!

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