Erfahrungen im Gesundheitswesen

Bitte lest mal den Text und überlegt, wo wer mehr Eigenverantwortung übernehmen muss/kann und wo der Staat eingreifen muss. Bitte überlegt auch, wo die Unternehmen Verständnis im Rahmen derer Möglichkeiten zeigen soll (Privat und Arbeit in einer schwierigen Situation kann rasch mal mehr als genug für Menschen sein).

Menschen brauchen manchmal Unterstützung. So z.B., wenn sie in eine Schizophrene Psychose gelangen. Dass solche Menschen krankhaft uneinsichtig sein können (in ihrer Realität gefangen, ich bin nicht krank, die anderen verstehen nicht/die anderen glauben nicht etc.). Die Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen zeigen und entsprechend den Nutzen überdecken, dass man diese nicht nimmt. Manchmal kann es auch dauern bis die Einsichtigkeit seitens Patienten kommt.

Die Angehörigen leiden mit und brauchen auch entsprechend Unterstützung (Erfahrungsaustausch, Informationen, Anlaufstellen für Hilfe). Sollen diese doch nicht unter der Situation auch noch krank werden und müssen ihre Energie, ihre Lebensfreude und Arbeit etc. erhalten können!

Die Ärzte haben nicht Freude, wenn ein Patient nicht mitmacht und scheint unter dem Spardruck lieber Patienten Druck machen sonst das Zimmer zu räumen und frei zu geben für jemanden der dankbarer ist. Das Nachsehen haben dann je nachdem Angehörige, wenn der Patient zu früh entlassen wird, rückfallgefährdet wird und sonst auf die Strasse gestellt werden sollte. Das Nachsehen haben Angehörige auch, wenn es zu keiner Zwangseinweisung kommt und zusehen dürfen wie es ihren Lieben immer schlechter geht.

Es gibt das KESB, in Spitälern einen Sozialdienst, den Erwachsenen- und Kindesschutz. Sie alle können unterstützen. Auch das VASK (Verein Angehöriger psychisch kranker) kann unterstützen. Zudem gibt es noch das KIZ, Hausärzte und andere Stellen. Online kann man einiges mehr finden (Pro Mente Sana etc.). Trotzdem hängt vieles vom Erkrankten ab. Spielt dieser nicht mit, sind oftmals Ärzten und Angehörigen die Hände gebunden und das soziale Netz inkl. Arbeitssituation wird strapaziert.

Entsprechend leisten Angehörige von Betroffenen sicher 150 % im Vergleich zu anderen Angehörige. Freiraum zu schaffen ist stundenweise (auch dank dem sozialen Umfeld) möglich, doch Ferien um Energie zu tanken/halten?

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