Mit der Annahme der Atomausstiegsinitiative wird einfach die Atom- und Kohleindustrie im Ausland unterstützt.

In den letzten Jahren haben Bundesrat und Parlament zig Debatten über die künftige Energieversorgung der Schweiz geführt. In der Herbstsession konnte die Energiestrategie 2050 nun endlich verabschiedet werden und wir haben einen soliden Weg gefunden, schrittweise und planbar aus der Kernenergie auszusteigen. Um den Energiebedarf zu decken, wurden Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, der Förderung von erneuerbaren Energien und zur Senkung des Energieverbrauchs beschlossen. Hält man diese sorgfältig ausgearbeitete Strategie vor Augen, dann scheint die Initiative über einen Atomausstieg, ohne Alternativen für die künftige Stromversorgung, geradezu ein Affront. Bereits im nächsten Jahr sollen gemäss Initiative drei von fünf Kernkraftwerken abgeschaltet werden. Wie decken wir die fast 40% Kernenergie bis die Alternativen greifen? Mit importiertem Atomstrom und dreckigem Strom aus Kohlekraftwerken aus dem Ausland sollen die Lücken gedeckt werden. Diese Politik ist doch eine St. Florians-Politik im Sinne von „verschon mein Haus, zünd andre an“. Die heutige Art der Stromgewinnung aus Kernenergie ist nicht mehr zeitgemäss. Aber wir brauchen einen seriösen Plan und keine chaotische Sofortabschaltung und deshalb sage ich NEIN zu Atomausstiegsinitiative der Grünen.

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