Das Geldsystem gehört zum Kapitalismus

Unser Schuldengeld = Schneeballsystem

  1. Einleitung
    1.1. Gesetz
    1.1.1. Art. 99 Bundesverfassung (BV) enthält die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Schweizer Währung und für die Tätigkeit der Nationalbank! Das Geld- und Währungswesen ist Sache des Bundes, diesem alleine steht das Recht zur Ausgabe von Münzen und Banknoten zu. Die Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank eine Geld- und Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dienen soll
    1.1.2. Das Giralgeld (Buchgeld) wird auf Konten der Geschäftsbanken geführt. Es bildet deshalb nicht Bestandteil von Art. 99, weil dieser einzig den Auftrag der Notenbank festhält.
    1.1.3. Die Geld- und Währungsordnung (WZG) ist im Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel geregelt.
    1.1.3.1. Das Geld besteht aus zwei Seiten der gleichen Medaille, nämlich Schuld und Besitz! Demnach sollte jedem Menschen klar sein, dass die Haftung systemrelevant ist! Das Geldsystem ist Buchhaltung und besteht ausschliesslich aus nicht getilgten Schulden!

    1.2. Weisheit
    1.2.1. „Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, wir hätten zeitnah eine Revolution, Henry Ford 1863 – 1947“
    1.3. Beschreibung
    1.3.1. Zur Erleichterung und Sicherung des Wirtschaftkreislaufes (Tauschhandel) wurde das unendlich bedarfsgerechte Kunstprodukt Geld zur Zuordnung für die Geldration als Gegenwert für Arbeit/Leistung als Kaufkraft, zur Teilnahme als Gelddrehscheibe (nicht Zahler) am Wirtschaftskreislaufspiel, geschaffen! In unserer Marktwirtschaft sind folgerichtig, alle wirtschaftlich relevanten Komponenten im Tauschwert eingespeist (Naturerzeugnis/Material, Herstellung, Absatz, Abschreibungen, Gewinn, Steuern und Abgaben)! Mit dem Tauschhandel aus Schuldengeld entsteht die Wirtschaftsleistung!
    1.3.2. Solange das ausgegebene Schuldengeld nicht zum Bankschuldner zurückfliesst, kann weder die Schuld getilgt, noch das Geld vernichtet werden!

  2. Entstehung und Funktion
    2.1. Geschäftsbanken Kaufkraft- und Bonitätsrisiko
    2.1.1. Allgemeines
    2.1.1.1. Die Geschäftsbanken schöpfen die gesamte Schuldengeldmenge für die Wirtschaft (Buchgeld = kein gesetzliches Zahlungsmittel WZG), über den Schneeballeffekt! Dieses gewollte Schneeballsystem, verschont die Zentralbanken vor dem Delkredererisiko (Bonitätsrisiko).
    2.1.1.2. In der Bilanz besteht die Zentralbankgeldmenge (gesetzliches Zahlungsmittel WZG, als Anteil an der Gesamtgeldmenge, einzig aus Bargeldbestand und Bankgiroguthaben, sowie geparkter Reserve!
    2.1.1.3. Man meint, dass die unendliche Geldschöpfung nur möglich sei, weil der Gesetzgeber einerseits für die Liquiditätssicherung, nur einen Bruchteil verlangt und andererseits die Eigenmittelvorschriften zu gering ausfallen würden! Denkfehler bewusst gestreut! Dabei ist die Wirksamkeit der genannten „Spielformen“ in einem Schuldengeldsystem absehbar, resp. müsste als Irreführung längst erkannt sein!
    2.1.1.4. Das Bankensystem hat die gesetzliche Aufgabe, die Wirtschaft mit der notwendigen Liquidität zu versorgen! Der Gesetzgeber hat dabei die Pflicht, verbindliche Regeln zu erlassen! Dabei sollte vielmehr das Augenmerk resp. Vorschriften auf den Sinn (Produktivkraft) eines Kredites, anstatt Belastungsgrenze mit ewigen Bewertungen, gelegt werden! Die unsinnigen Marktpreisbewertungen (Kreation der Ökonomen), können zu völlig unnötigen Verwerfungen (Gewinner- und Verliererspiel) führen!
    2.1.1.5. Die Geldmengenreduktion
    2.1.1.5.1. Ordentlicher Abbau
    2.1.1.5.1.1. Die Reduktion des eigenen Schuldengeldbesitzes (Geldvermögen) fliesst zum Bankschuldner zurück!
    2.1.1.5.2. Ausserordentlicher Abbau
    2.1.1.5.2.1. Die von der Politik (bewusst = Macht?) zugelassene einseitige Verteilung der Schuldengeldmenge kann für Krisen (Elite) missbraucht werden!
    2.1.1.5.2.1.1. Es liegt im System von Schulden und Wirtschaftlichkeit, dass es zu Kreditausfällen kommen kann! Weil das Geld jedoch geschöpft ist, muss die Kompensation systemrelevant erfolgen!
    2.1.1.5.2.1.1.1. Kreditausfall:
    2.1.1.5.2.1.1.1.1. Negative Geldmenge an Kreditnehmer
    2.1.1.5.2.1.1.2. Kompensation durch Negativzinsen
    2.1.1.5.2.1.1.2.1. Geldvermögen an Negative Geldmenge
    2.1.2. Schneeballeffekt:
    2.1.2.1. Zentralbankgirokonto, mittels bankübergreifenden Zahlungsverkehrs, bestehend aus Kundengeldumlagerungen oder Interbankkreditgeschäft.
    2.1.2.2. Aus dem Nichts mit einem Buchungssatz! Bei Kundenbeziehungen auf derselben Bank, mittels Kreditgeschäfte, Börsengeschäfte und Investitionen aller Art! Dazu benötigen sie weder Kundeneinlagen noch die Zentralbank!
    2.2. Zentralbank (Nationalbank) Kaufkraftrisiko
    2.2.1. Die Zentralbank steuert für den Wirtschaftskreislauf über die vorerwähnten Geschäftsbanken, die Liquidität (gesetzliches Zahlungsmittel (WZG ca. 10% der gesamten Geldmenge) mittels Kredite (in der Schweiz nicht notwendig), Devisen- und Geldmarkttransaktionen! Diese Liquidität besteht aus Bargeld und Giralgeldguthaben der Geschäftsbanken!
    2.2.2. Die Zentralbank hält u.a. Devisen und Goldreserven
    2.2.2.1. Vor Bretton Woods galt die Goldreserve als Parameter für die Geldmenge! Das Gold wurde auch mit Schuldengeld getauscht! Wer konnte Gold kaufen? Den Geldwert wird wie alles andere auch mit geltenden Marktregeln festgelegt! Die Goldstandards wurden laufen den „Bedürfnissen“ angepasst! Ein Spiel!
    2.2.2.2. Die heutige Geldmengensteuerung wird über die Liquiditätsreserven und Offenmarkt geregelt werden! Mit welcher Wirksamkeit, siehe 2.1.1.3.

  3. Auswirkung
    3.1. Schuldengeld dreht sich im Kreise
    3.1.1. Das Kunstprodukt Geld wird einerseits über Kreditgewährungen (grossmehrheitlich) und andererseits über Bankinvestitionen (Mitspielen im Schuldengeldspielemarkt) geschöpft. Der daraus resultierende Zinstransfer führt nicht, zwangsläufig zu höherer Geldmenge (von der Wechselwirkung, also der Verschiebung aus Geldvermögen, abhängig)!
    3.1.2. Die nicht getilgten Schulden (Geld) zirkulieren nach dem Gesetz der Arbeitsteilung nach Adam Smith (Wertschöpfung), anstatt nach J.B. Say (Produktivkraft) als fliessendes Geld (keine Gewinne und Sparen), gepaart mit der notwendigen Schuldenerhöhung (Geldmenge für Arbeitsplätze, Gewinne und Sparen)! Das benötigte Geldvolumen zur Wirtschaftsleistung ist nicht identisch mit der Addition für eine willkürlich gewählte Periode (meistens ein Jahr)! Trotzdem wird diese Addition immer als Kostenfaktor (ohne Kosten keine Erträge) zu Vergleichs- und Manipulationszwecken genannt!
    3.1.3. Demnach sind die spiegelbildlichen Vermögen ausnahmslos „schuldenfinanziert“! Letztendlich können die Schulden, im Umkehrschluss, nachhaltig nur durch entsprechende Geldvermögens-Reduktion abgebaut werden! Der Logik der Finanzindustrie folgend (spielen mit nicht getilgten Schulden), werden die Schulden daher, niemals vollumfänglich zurückbezahlt!
    3.1.4. Die Aufbewahrung (Sparen), Gewinne und Zinsen können nur mit Geldmengenerhöhung erfolgen (Ausnahme Geldvermögensumlagerung)!
    3.1.5. Damit jedoch die Wirtschaft jeweils über ausreichend Liquidität verfügt, ist die Zentralbank gehalten, soweit erforderlich, mit Erhöhung der gesetzlichen Zahlungsmittel für den dafür notwendigen „Sauerstoff“ zu sorgen! Die Banken untereinander „stützten“ ihrerseits das Geldkapitalsystem mit sog. Interbankkrediten. Dabei darf man nicht ausblenden, dass zusätzliche, nicht abschätzbare Risiken für Bankenfinanzkrisen entstehen könnten.
    3.1.6. Die Risiken und die Lösungen sind im System angelegt! Der Geldbesitzer haftet eigentlich anteilig an den Schulden! Diese Haftung (Verrechnung/Verbriefung) ist aus jeder Bankbilanz ersichtlich, wird jedoch von den Menschen als solche nicht erkannt!
    3.1.7. Die Geldumverteilung aus der Wechselwirkung von Geldaufbewahrungswert (Vermögen) und Marktpreisbewertung der Aktiven (Deckung der Schulden), anstatt Nachhaltigkeit, kann (bewusst?) zu Krisen führen!
    3.1.8. Die unsinnige Geldhortung (Gewinner der Geldströme) ist das Resultat einer einseitigen Geldverteilung zu Gunsten einer dünnen Oberschicht, welche ihre Bedürfnisse längst abgedeckt haben und an die Wirtschaft (Sklaverei)! Solange der Staat dagegen keine wirksame Steuerungspolitik entgegensetzt, wird demnach ein Wohlstand über unnötige, sinnlose Schulden gebildet!
    3.1.9. Weil die laufend neu geschaffenen Geldmittel, mehrheitlich nur bei wenigen Menschen ankommen, besteht für den Lebensunterhalts-Komplex praktisch keine Teuerungsgefahr (viele Menschen hätten noch Bedürfnisse, ihnen fehlt aber das Geld)! Dagegen werden die jeweiligen Investitionen in Immobilien, Kunst, Börse, etc. spartenneutral höhere Preisschwankungen erzeugen (Werteinflation)! Ein unmoralisches Horten von sehr hohen Geldvermögen (Existenzsicherung übersteigend) ist für den jeweiligen Eigentümer für seine eigene Hygiene vielleicht notwendig aber völlig sinnlos (Geld macht nur Sinn, wenn man es ausgibt)!
    3.1.10. Die Finanzindustrie hat mit Hilfe der Politik nach dem Untergang des „Eisernen Vorhanges“, anfangs der 1990er Jahren (Konkurrent besiegt), mit immer neuen Produkten die „Spielsucht“ gefördert! Alleine das Produkt „Fonds“ hat die „Geldgier von Menschen, welche eigentlich dafür nicht geeignet wären, für ihre Selbstvorsorge (Staat als Befürworter!) geweckt! Eine Gesellschaft, welche zudem eine Spekulation mit Nahrungs-und Energiemitteln toleriert, sowie keine tiergerechte Fleischproduktion (halten und schlachten) einfordert, missachtet jegliche Grundwerte! Mit solchem unwürdigen Handeln, wird das Geld menschenverachtend eingesetzt!
    3.1.11. Mit einer Reform des Bankensystems in Geschäftsbanken (Realwirtschaft) und Investmentgesellschaften (Nichtbanken = Finanzmarkt) wäre eine grösstmögliche Sicherheit geboten! Dabei muss es den Geschäftsbanken untersagt werden, einerseits die Form der Aktiengesellschaft zu wählen und andererseits Finanzgeschäfte aller Art zu tätigen, sowie sich an den Investmentgesellschaften zu beteiligen, noch ihnen Kredite zu gewähren! Der Staat garantiert dagegen eine gewisse Vorsorgehöhe bei den Geschäftsbanken! Mit einer zusätzlichen Einschränkung aller Interbankkreditgeschäfte, kann man die schizoiden Eigenmittelvorschriften und Pflichtreserven, welche ebenfalls aus Schulden bestehen, als obsolet betrachten!
    3.1.12. Mit dem vorgängig beschriebenen Vorgang, würde das Bankensystem wieder ihrer ursprünglich zugedachten Rolle als Vermittler in Geldangelegenheiten, zum Wohle der Gesellschaft, zugeführt.
    3.1.13. Beantworten Sie für sich zwei Schlüsselfragen:
    3.1.13.1. Werden die Begriffe Steuer-, Beitrags-, oder Demografiezahler (Generationsvertrag), im Einklang mit dem Schuldengeldschneeballsystem, richtig benannt und verstanden?
    3.1.13.2. Wer kommt für den Tauschgeldgegenwert der Arbeit/Leistung
    3.1.13.3. Wenn die Begriffe nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind die Taten nicht in Ordnung! Wenn die Taten nicht in Ordnung sind, dann verderben die Sitten! Wenn die Sitten verderben, dann wird die Justiz überfordert. Wenn die Justiz überfordert wird, dann weiss das Volk nicht, wohin es sich wenden soll. Deshalb, achte man darauf, dass die Begriffe stimmen.
    Das ist das Wichtigste von allem!
    „Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph“

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