Satellitenperspektive der liberalen Globalisierer-Elite.

In der heutigen "Schweiz am Sonntag" sind interessante Artikel zum Thema. Wie schon in der Weltwirtschaftskrise in den Dreissigerjahren vernetzen sich die weltweiten Eliten rund um den Globus und sehen in ihrer Satellitenperspektiven die "Leute vo der Strasse " nicht mehr. Genau wie vor 85 Jahren fehlt diesen die wirtschaftliche Sicherheit. Grenzenloses Wirtschaftswachstum fordert aber von jedem Einzelnen grenzenloses Leistungswachstum. Nach dieser Logik müssten Formel 1-Göpel mit ihren V8-Motoren der 50er oder 60er Jahre von 300-400 Rössli schon längst mit Schallgeschwindigkeit unterwegs sein. Selbstverständlich ohne durchgebrannte Bremsen, gebrochene Radaufhängungen und Kolbenfresser. Kein Rennstallbesitzer käme auf solch hirnverbrannte Ideen.

Von normalen Erwerbstätigen in Europa und den USA wird aber genau das erwartet. Dem ist allerdings die Biologie im Weg, sodass von immer mehr Leuten die Existenz nur noch unter permanenter Überanstrengung bestritten werden kann. Immer mehr stehen das nicht mehr durch und fliegen vom rasenden "Wirtschafts"karussell oder sehnen sich zumindest nach der alten Sicherheit der zweiten Hälfte im letzten Jahrhundert.

In einer solchen psychischischen Situation wurden und werden die Leute sehr empfänglich für einfache Heilsbotschaften eines Lenin, Hitler, Castro, Chavez Trump, Orbán, Erdoğan, Farage, Blocher, einer Le Pen, einer Petri.

Allerhöchste Zeit also, dass die globale Elite alles unternimmt, dass die Globalisierung nur noch so viele Verlierer produziert, dass die problemlos von der Staatskasse getragen werden können. Will heissen, den Leuten soviel von ihrem Einkommen lassen, dass sie davon ihren Lebensunterhalt auch bei schitter bezahlter minderqualifizierter Arbeit ohne Staatssubventionen bestreiten können. Also niemandem mehr das Einkommen ausreissen, nur um die Kohle unproduktiv in Steueroasen und in Kunstsammlungen endzulagern.

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