Initiative AHVplus

Am 25.09.2016 können wir über die Initiative AHVplus abstimmen. Darüber bilde ich mir zurzeit meine Meinung und mache mir folgende Gedanken dazu/stelle mir folgende Fragen:

Was will sie inkl. Initiativtext? Wie ist der Stand der Dinge wirklich? Vorgeschichten -> vom Ursprung aus? Aus- und Nebenwirkungen/Konsequenzen? Einiges kann man bereits unter diesem Link nachlesen: http://ahvplus-initiative.ch/wp/

Wichtig ist sicher mal für Unternehmen der Erhalt der Kaufkraft der Konsumenten. Denn ihre Produkte/Dienstleistungen wollen sie doch verkaufen können. Bürger/Konsumenten/Touristen möchten in ihrem Rahmen jedoch noch den Lebensabend geniessen können und könnten mehr Geld ausgeben, da sie entsprechend mehr Zeit fürs ausgeben haben.

Doch mehr Mehrwertsteuer bezahlen und dafür 10 % mehr Rente? Geht dies auf? Diese Frage tauchte bei mir auf, als ich in oben erwähntem Link diesen Satz fand: «… bis auf ein Mehrwertsteuerprozent brauchte die AHV auch keine zusätzlichen Einnahmen.» (Mehrkosten von «einem Kaffee da, einem Kaffee dort etc.» summieren sich auch!). Sieht man sich Kosten der Mieten, Krankenkassenprämien, Steuern etc. an, kann man darauf kommen, welches Einkommen man dann erzielen muss um zumindest über die Runden zu kommen (ohne Luxus eben).

Liest man den Artikel über Investitionen von AHV-Geldern im Ausland an http://www.bernerzeitung.ch/dienste/rss/story/25057856ahvfonds-unter-transparenzdruck/story/11206478 (Negativrendite, über 300 Millionen Verlust) und denkt an den AHV-Skandal Heutschi, kann man sich sicher auch noch Gedanken über die Art und Weise machen, in welchem Ausmass AHV-Gelder verschleudert werden könnten, wenn man diese nicht klug anlegt und inwieweit man sich entsprechend abhängig macht vom Ausland. Folglich stellte ich mir da zusätzlich die Frage, wie gut ist die AHV wirklich aufgestellt …

Nicht alle Menschen arbeiten Vollzeit (sei es freiwillig um sich um Familie zu kümmern z.B. oder auch wegen Jobangeboten -> Arbeitgeber nutzen Teilzeitjobs ja auch um Sozialleistungen zu sparen, wie ich das sehe, nebst Zwangsfrühpensionierungen, Jobvernichtung durch Auslagerungen ins Ausland etc.) und somit können sich nicht alle Menschen (auch jene im Tieflohnsegment nicht, welche 100 % arbeiten) um die zweite und dritte Säule kümmern. Dies hat sicher auch später Auswirkungen auf andere Kassen wie Ergänzungsleistung. Wie stark tickt wohl hier diese «Zeitbombe»?

Betr. Migrationsfragen zum Thema AHV etc. möchte ich anstelle von Parolen/Stimmungsmache lieber informiert werden, welche Abkommen zwischen welchen Staaten es gibt, wie diese laufen und wie viele Menschen im Rentenalter zurück in ihr Heimatland gehen und dort überhaupt die AHV dann auch wirklich beanspruchen (können, resp. dorthin ausbezahlt wird).

12 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Sozialversicherungen»

zurück zum Seitenanfang