Ein Faustschlag, wohl im Dümmsten aller Momente...

... wie wenn es nicht schon bereits genug schmerzen würde, in der Ungewissheit darüber zu leben, ob die Briten wohl den EU-Träumer|inne|n endgültig den Marsch blasen werden, und damit wohl das ganze Gefüge noch mehr in Trudeln zu bringen, oder gar schon damit das Ende einzuläuten.

Und es muss schmerzen, ausgerechnet in diesem Moment auch noch von den wackeren Eidgenossen medial verbreitet sich anhören zu müssen, das Volk sei einfach nicht mehr Willens, über einen Zusammenschluss mit einem derartig auf der Notfallbahre darniederliegenden, unter hauptsächlich gross-deutschem Diktat und Geld noch zusammengeklecksten Europa, auch nur noch nachzudenken, dass schmerzt mit Sicherheit ganz besonders stark. Auch wenn es vielleicht ja gar nicht so gemeint ist, aber wenn etwas schon derart schmerzt, erträgt es sowieso nur noch ganz wenig, um dann richtig weh zu tun.

Natürlich, für die Internationale Linke ist es ein Faustschlag, mitten auf die Nase. Der Traum zerplatzte, und wird voraussichtlich für die kommenden Jahrzehnte auch kein beredenswürdiges Thema mehr sein. Es gibt auch keinen guten Grund, es immer wieder neu aufs Tapet zu bringen, man muss ja nur nach Deutschland schauen, und sehen, was die vereinigte EG-Juristen-Mafia mit und in diesem Land mit den einfachen Leuten so anrichtet, sein es, als simples Beispiel, mit sogenannten Mietpreisbremsen, die sich dann als Mitpreismotoren entpuppen, und so weiter und so weiter, und niemand hat zu Nichts auch nur noch irgend Etwas zu sagen. Und die Politiker|innen haben ja sowieso nur immer das zu meinen, was ihnen von Ihren Chef-Teleboys und -Girls vorgekocht wird.

Nur, man vergisst halt einfach zu gerne auch, dass Deutschland, noch vor einhundert Jahren, also, als mein eigener Vater (1914) bereits 3 Jahre alt war, ein Kaiserreich war. Und dann eine Diktatur, und dazwischen eine Chaotei. Und seitdem schimpft sich auch der letzte der damaligen 40+ Millionen starken damaligen Nazis, immer schon ein anständiger Demokrat gewesen zu sein, und schimpft die auf Neo-Nazis, die, die vielfach halt vom umverteilten Wohlstand nicht so profitierten, und vielleicht auch deshalb nicht verstehen, wieso denn, zum Beispiel, Neuankömmlinge sofort alles haben sollten, was man den Eigenen teils selber verwehrte.

Aber wenn wir, als Schweizer|innen, wirklich gewillt sind, unsere eigene Demokratie, und unsere Regeln, zugunsten einer deutsch-französisch geprägten und von Brüssel dirigierten Regierungsform, zusammengebastelt von profitgeilen Juristen, aufzugeben, nur um auch Mitglied eines Clubs zu werden, der ja eigentlich längst schon bankrott, unter wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten, ist, dann, gute Nacht, Helvetia, Die haben es wirklich nicht besser verdient.

Ich wenigstens bin aber froh darüber, dass man offenbar an einigen bürgerlichen Orten etwas dazuzulernen scheint, und die ersten Anstrengungen bereits Früchte tragen. Und ich hoffe doch, dass es so weitergehen wird. Dann bin ich sogar dafür bereit, die bis 5 Rappen pro Liter mehr zu zahlen, anstatt sonst in Zukunft auch noch meinen Spiritus Motorus ennet dem Bach zu fassen. Es wäre und ist ja auch meine einzige legale WAFFE, die mir, im Kampf zur Verfügung steht. Im Kampf gegen einen Staat, der mir über viele lange Jahre, nur immer teurer wurde und zudem doch immer mehr, und fremder, gegenüberstand.

Ich hoffe nur, ich hoffe nicht zu früh, denn Schalben machen auch im Sommer keinen Sinn, wenn's nur immer regnet. Und dann erst noch unkorrigiert.

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