Ökonomische Mündigkeit?!

Am Ende zog gestern Donnerstag die Bildungskommission gegenüber der Finanzkommission im Nationalrat den Kürzeren. Der Druck auf die Kantone wird somit erneut steigen. - Da die Kantone 75 Prozent des öffentlichen Kostenanteils tragen, drohen weitere Abstriche in der Grundausbildung, so Christoph Eymann (FDP).

Zum Erwachsenwerden, zur Vorbereitung auf das Leben gehören nebst einer soliden Grundausbildung auch ökonomische Mündigkeit. Im ganz überwiegenden Teil unserer schulischen Bildung sucht man diesen Teil meist vergebens.

Ökonomische Mündigkeit verlangt das Verständnis, wie Wirtschaft funktioniert, wie Unternehmen entstehen und sich im Markt behaupten können, als Voraussetzung dafür, selbst im Wirtschaftsleben aktiv werden zu können. Ökonomische Mündigkeit heisst: Potenziale erkennen und Ressourcen neu kombinieren – und damit selbst partizipieren an der Wertschöpfung, wie sie in Unternehmen entsteht. Leider ist die Wirklichkeit wie uns das gestrige Beispiel lehrt ganz anders.

Offenbar wird Bildung wie selbstverständlich auf abhängige Beschäftigung ausgerichtet. Somit werden mit Kürzungen ein weiteres Mal die Ziele aktiver Partizipation und Gestaltung verfehlt.

Konrad E. Moser, Parteipräsident FDP.Die Liberalen Steffisburg

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