Wer will schon ein Gipfeli, wenn er dafür eine Ampel haben kann? Es war einmal eine Bäckerei...

Die Stadt Zürich ist ja schon seit jeher landesweit für ihre besonders verständnisvolle und umsichtige Politik im Sinne des Kleingewerbes bekannt. Familie Prati und auch z.Bsp. der Handwerker, der auf Parkplätze angewiesen ist, können davon mehr als ein Liedchen singen.

Naja, jetzt wirft halt der Nächste seinen Bettel hin...

http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/linksabbiegen-verboten-wie-die-boesen-vorahnungen-einer-zuercher-baeckerfamilie-wirklichkeit-wurden-ld.86165

Vor Jahren mit den neusten grössenwahnsinnigen Fantasien der Stadt und des Tiefbauamtes konfrontiert, war jedem, der die Örtlichkeit kennt, klar, das kommt nicht gut. Deshalb wurde ja damals eine Petition gestartet. Man will nicht und es braucht an dieser Kreuzung keine Ampel. Die Ampel wird aber nur zum Problem, weil es vor dieser eine ausgezogene Sicherheitslinie geben muss (wer sagt das?). Das Linksabbiegen vor dieser Kreuzung ist aber elementar, denn Bäckereien leben bekanntlich vom Morgengeschäft und ja, der Grossteil der Kunden kommt morgens, stadteinwärts und besorgt sich für die Belegschaft gleich noch die feinen Gipfeli. Dafür müsste er nach links abbiegen können. Parken müsste er auch noch können, aber eben, da kommt ja jetzt ein Veloweg hin (jeder Velofahrer der diesen dereinst benutzen wird, ist schlicht ein Depp. Paralell dazu gäbe es viel schönere, sicherere und ruhigere Wege als auf der Hauptstrasse).

Es ist nicht nur ein Affront gegenüber diesem Betrieb, nein, wie willkommen muss sich denn jedermann/jederfrau in dieser Stadt vorkommen, der morgens früh hineinströmt und hier zur Wertschöpfung wesentlich beiträgt, wenn man ihm nicht mal sein morgendliches Gipfeli gönnt?

Liebe Stadt Zürich. Das habt ihr kaputt gemacht. Seit Ihr stolz darauf? Wollt ihr noch mehr leerstehende Ladenlokale?

Noch mehr wegziehende Betriebe? Langsam ist es nicht mehr schön hier.

6 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Bürokratie»

zurück zum Seitenanfang