Wenn Samthandschuhe töten - der Fall Jeton G. zeigt ein Versagen des Staates auf allen Ebenen

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, seit Boris Racic vom berüchtigten Jeton G auf offener Strasse erschossen wurde. Der Fall machte in den Medien als "Türsteher-Mord" u.ä. die Runde.

Das Opfer: Türsteher, MMA-Kämpfer und ZKH-Mitglied Boris Racic.
Der Täter: Ein Serienkrimineller, der wenige Monate vor dem Mord zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Dennoch war er auf freiem Fuss - eine Geschichte des Versagens seitens Staat etwas unter die Lupe genommen.

Beginnen wir in der Jugendzeit des Täters. Er kommt bereits im Teenagealter mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt: http://www.nzz.ch/zuerich/jeton-g-schon-als-teenager-straffaellig-1.18502953

Versagen des Staates Nr. 1: Einbürgerung eines Serienkriminellen ohne Wille zur Besserung:

Der mutmassliche Todesschütze von Zürich Affoltern, Jeton G., ist den Strafbehörden schon längere Zeit bekannt gewesen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, sei der Mann bereits vor 15 Jahren wegen Raub, Diebstählen und Drohungen mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Bei der Jugendanwaltschaft sei er als sogenannter Intensivtäter bekannt gewesen, der Delikte in Serie beging. Jeton G. stand deshalb mehrfach vor dem Jugendgericht. Trotz diesen Delikten erhielt er 2003 als 19-Jähriger den roten Pass.

In der Schweiz scheint man sich alles erlauben zu können, dennoch erhält man den roten Pass. Es sei denn, man ist gesetzestreuer und arbeitstätiger Deutscher, dann muss man schon mal 10 Jahre auf den Pass warten. Trägt man aber zur Gesellschaft nichts bei, lebt schon früh auf Kosten des Staates und ist kriminell, erhält man den Pass.

Zum Kopfschütteln.

Versagen Nr. 2: Sozialhilfe, Hanfanbau, Knast, Jaguar fahren und Datenschutz

Der liebe Jeton G. bezog selbstverständlich Sozialhilfe und dankte es der Gesellschaft damit, regelmässig vor den Richter geschleift zu werden. Stets wurde Besserung versprochen, das Resultat kennt mittlerweile die gesamte Schweiz. Ausserdem besserte er sich seinen "Lohn" etwas mit Hanfanbau auf.

http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/es-war-alles-ganz-legal-so-trickste-jeton-g-das-sozialamt-aus-id3759844.html

Die Sozialhilfe wurde max. um 15% gekürzt, die Gemeinde wusste nichts davon, dass er regelmässig hinter Gitter musste - schliesslich müssen ja Serienkriminelle aus Datenschutzgründen vor dem Staat geschützt werden - nicht dass da noch alle Informationen zusammenlaufen und am Ende zu Ungunsten des Kriminellen verwendet werden könnten.

Dass Jeton G. während den sechs Jahren zweitweise im Knast sass, wusste die Gemeinde aus Datenschutzgründen nicht.
Machtlos war die Gemeinde auch betreffend des Jaguars und anderen Luxusautos, mit denen Jeton G. in Regendorf herumfuhr. Entweder gehörten sie nicht ihm oder er liess sie auf andere überschreiben. So konnte er mit Luxus-Karrossen im Dorf angeben und weiter Sozialhilfe kassieren.

Versagen Nr. 3: Ein massiv gewaltbereiter Wiederholungstäter kann sich frei bewegen - trotz Verurteilung zu 4 Jahren Gefängnis

Hier gibt man der neuen Strafprozessordnung die Schuld. Jeton G. legte Rekurs gegen das Urteil des Bezirksgerichtes ein - und daher verzögerte sich seine Verhaftung.

http://www.blick.ch/news/schweiz/neue-strafprozessordnung-ist-schuld-warum-war-jeton-g-nicht-im-knast-id3551348.html

Er hätte aber in Untersuchungshaft sein können - hätte man den Mann überwacht - denn es bestand sehr wohl Grund zur Annahme, dass er wieder zuschlagen könnte.

Versagen Nr. 4: Ein enorm gewaltbereiter Serienkrimineller, der gerne und oft mit illegalen Waffen posierte, wird von der Polizei nicht auf illegalen Waffenbesitz kontrolliert.

Er posierte z.B. mit Totschlägern, Messern und Schusswaffen - die er als mehrfach vorbestrafter natürlich nicht legal haben durfte - Totschläger sind in der Schweiz bekanntlich illegal.

Trotzdem durchsuchte ihn die Polizei nicht - dabei versteckte er seine gewalttätige Art und Weise nicht einmal allzu stark.

http://f.blick.ch/img/incoming/origs3533318/2870149028-w980-h653/AFFOLTERN-MORD00003.jpg

http://f.blick.ch/img/incoming/origs4286188/0890142428-w980-h653/jeton1.jpg

Das fatale Versagen der Behörden: Versagen Nr. 5: Der Verurteilte wird nicht überwacht - und kann weiterhin frei herumlaufen und zwei Tage vor seinem Mord öffentlich dem späteren Opfer mit dem Tod drohen:

Jeton G. drohte auf Facebook:

Zwei Tage vor der Tat schrieb er auf das Facebook-Profil seines Opfers Boris R.: «boris ich fick dis läbe (…) chum zu dim albtraum ich wird die letzte sekunde si wo du i dim läbe wirsch ha du hundesohn.» Offensichtlich haben die Behörden dies aber nicht gesehen.

Den Rest der Geschichte kennt man mehr oder minder. Jeton G. flieht - und heult danach vor Gericht und lügt eine Notwehrgeschichte zusammen - es ist natürlich verständlich, dass man in einer Notwehrsituation in der Öffentlichkeit mit einer geladenen, illegal erworbenen Waffe herumläuft und zwei Tage zuvor mit Mord droht.

Was der Staat nun zu tun hat:

Lehren aus dem Fall ziehen und die vergangenen Fehler zumindest insofern "korrigieren", als dass der höchstkriminelle Jeton .G nie wieder ein Opfer finden wird.

Ich sehe eine lebenslängliche Verwahrung als einzig angemessene Strafe eines solchen Subjektes an.

Gründe für die Höchststrafe aus meiner Sicht:

-Karriere als Krimineller, keine Besserung, sondern eine Steigerung an Kriminalität

-Schamloses, kalkuliertes Ausnutzen der Sozialen Netze des Staates

-Notorische Gesetzesbrecherei

-Gewaltverherrlichung

-Noch nicht einmal die Tatsache, dass er zweifacher Vater war änderte etwas an der Lebensweise des Täters.

-Jeton G. ist eine Gefahr für die Gesellschaft und es müsste abgeklärt werden, ob es sich bei Jeton G. um einen Soziopathen oder gar einen Psychopathen handelt, der nicht therapierbar ist.

-In jedem Fall ist die Sicherheit der Bevölkerung vor dem Wohl des Täters zu stellen.

Noch anzumerken sei, dass Jeton. G. bereits vor seinem Mord sein späteres Opfer mit einem Messer attackierte - und vom Vollkontaktsportler einstecken musste - versuchter Mord muss also ebenfalls noch in die Beurteilung des Falles einfliessen.

Fazit:

Es gibt für mich als Bürger nicht einen einzigen Grund, weshalb der Täter auch nur einen Hauch von Milde seitens Justiz erhalten sollte. Jeton G. hat genug Schaden angerichtet - der Staat muss nun sicherstellen, dass ihm dauerhaft das Handwerk gelegt wird.

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