Eine andere Sicht auf das bedingungslose Grundeinkommen

„Geld ohne Arbeit? Das geht doch nicht.“ So die allgemeine Reaktion auf die Initiative, die Geld von Arbeit entkoppeln will. Was aber in den ganzen Diskussionen noch niemand erwähnt hat: bei den wirklich Reichen hat das Geld schon längst nichts mehr mit der Arbeit zu tun. Und damit meine ich nicht nur die vielzitierten Managergehälter in zweistelliger Millionenhöhe, sondern auch Aktiengewinne und vor allem Erbschaften. Erben ist Geld ohne Leistung; Managergehälter und Aktiengewinne gehen zu Lasten der Konsumenten und der Angestellten in den jeweiligen Unternehmen. Das protestantische Arbeitsethos gilt für die oberen Zehntausend schon lange nicht mehr. Die finanziellen Privilegien sind in aller Regel nicht erarbeitet, sondern ererbt. Nur alle anderen sollen arbeiten, denn irgendwo müssen die Aktiengewinne ja herkommen. Gegen diesen neuen Feudalismus muss vorgegangen werden, ob mit oder ohne Grundeinkommen.

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