Wer Strassen sät…

Die Initianten der Milchkuh-Initiative verkennen in fahrlässiger Weise, dass der Verkehr in der Schweiz ein eng zusammenhängendes Miteinander von Strasse und Schiene ist. Sie wollen einseitig die Strasse noch mehr fördern und wollen nicht einsehen, dass auch die Strasse von den Quersubventionierungen profitiert.

Bei einer Annahme der Milchkuh fehlen dem öV pro Jahr 150 Millionen Franken. Dadurch wird der öV unattraktiver. In einigen Orten ist der öV bereits grenzwertig attraktiv, wenn dort also die genervten Pendler auf das Auto umsteigen, gibt es dann mehr oder weniger Stau?

Die vielen EU-Sattelschlepper, die täglich durch die Schweiz fahren, sollten konsequent auf die Schiene verladen werden. Die Schweiz hat diese Infrastruktur, nur fehlt zum Teil der politische Wille, das auch durchzusetzen. Die Milchkuh-Initiative steht diesem Bestreben im Weg.

Die Milchkuh löst überhaupt keine Probleme, sondern verstärkt die aktuelle Situation noch mehr. Es gibt keinen empirischen Zusammenhang, zwischen immer mehr Strassen bauen und einer langfristigen Verkehrsentlastung! Wer Strassen sät, wird Verkehr ernten, darum ganz klar NEIN zur naiven, konzeptlosen und egoistischen Milchkuh-Initiative.

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