Abstimmung vom 5. Juni 2016 Ja zur Fortpflanzungsmedizin mit vernünftigen Grenzen

Vor einem Jahr hat das Volk die Verfassungsgrundlage zur Präimplantationsdiagnostik (PID) mit annähernd zweidrittel Mehrheit gutgeheissen. Weshalb braucht es jetzt nochmal einen Volksentscheid zur Anpassung des Fortpflanzungsmedizingesetzes? Das Gesetz stellt sicher, dass die Voraussetzungen für die PID genau definiert werden. Es garantiert optimale Behandlungsmöglichkeiten unter Einhaltung moralischer und ethischer Grundsätze.

Mit dem revidierten Fortpflanzungsmedizingesetz wird ermöglicht, dass eine medizinisch sinnvolle Präimplantationsdiagnostik von den Eltern freiwillig angefordert werden darf. Dies gilt aber nur wenn ein Elternteil Träger einer schweren Erbkrankheit ist oder für Eltern die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können.

Die Gegner möchten diese Präimplantationsdiagnostik auf Paare mit schweren Erbkrankheiten beschränken. Bei künstlicher Befruchtung dürfen dann die gleichen Tests erst nach zwölf Schwangerschaftswochen durchgeführt werden, statt noch ausserhalb des Körpers am fünften Tag nach der Befruchtung. Somit würde man diese Paare dazu zwingen, während der anstrengenden Zeit der künstlichen Befruchtung, eine Schwangerschaft auf Probe zu machen, weil nicht sicher ist, ob der Embryo auch überlebensfähig ist.

Mit der Einführung dieses Gesetzes kann eine solche irrsinnige Situation verhindert werden. Es werden Abtreibungen verhindert und seelisches wie auch körperliches Leid bei vielen betroffenen Paaren kann abgewendet werden. Wichtig ist, dass diese Diagnostik absolut freiwillig ist. Weiterhin verboten bleibt alles was in Richtung Designerbaby, Geschlechterselektion etc. geht. Das vorliegende Gesetz stellt eine optimale Behandlung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch sicher, deshalb werde ich ein Ja in die Urne legen.

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