Angela Magdici ist wieder auf freiem Fuss Angela Magdici, die einem Häftling zum Ausbruch verholfen hat, wird freigelassen. Vor Gericht wird sie sich dennoch für die Tat verantworten müssen.

Ein Bericht von 20 min.

FreiPASS und FreiSPASS Schenken Dublin. Tolles System! Menschen die Untertauchen möchten, gesucht werden, können sich in anderen Ländern anmelden und keiner merkst. Erst wenn man erneut kriminell geworden ist, fliegt die besagte Person eventuell auf. Das nenn ich mal FreiPASS und FreiSPASS für kriminelle.

Also ich finde es sehr bedenklich, das kriminelle leicht die Grenzen passieren und im Asylzentren versteckt weiterleben. Wie ist das möglich?

Dann zu Bonni&Clyde, wie ist es möglich das Magdici schon auf freiem Fuss ist?
Super, in der Schweiz ist alles möglich.

Bericht von 20 Min.
Die Gefängnisaufseherin Angela Magdici, die Anfang Februar mit dem wegen Vergewaltigung verurteilten Häftling Hassan Kiko aus dem Gefängnis Limmattal ins Ausland geflüchtet war, befindet sich wieder auf freiem Fuss. Das Zürcher Obergericht hat am Freitag ihre unverzügliche Freilassung angeordnet. Es bestehe keine Fluchtgefahr.

«Ich bin hocherfreut über den Entscheid, habe aber damit gerechnet», sagt ihr Anwalt Urs Huber zu 20 Minuten. In seiner Argumentation habe er bereits ausgeführt, dass weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr bestehe. «Das ursprüngliche Tatmotiv, die Flucht mit dem Geliebten, war nicht mehr gegeben.» Huber habe auch erwartet, dass der Entscheid noch diese Woche gefällt werde. «Solche Haftfälle werden in der Regel prioritär behandelt.»

«Frau Magdici wird sich für ihre Taten vor Gericht verantworten müssen»

Weniger erfreut ist Staatsanwältin Claudia Wiederkehr. «Wir nehmen den Entscheid des Obergerichts zur Kenntnis», sagt sie zu 20 Minuten. Aus ihrer Sicht hätten durchaus Haftgründe bestanden und die Anordnung der U-Haft sei auch nicht unverhältnismässig gewesen. «Das Zwangsmassnahmengericht Zürich sah das auch so und ordnete die U-Haft an.»

Auf das Verfahren habe die Freilassung aber keinen Einfluss. Wiederkehr: «Wir werden genau gleich gegen Frau Magdici Anklage erheben und sie wird sich für ihre Taten vor Gericht verantworten müssen.»

«Der Mann meines Lebens»

Derzeit wartete Wiederkehr ausserdem auf die Auslieferung Hassan Kikos. «Er wird dann zu seiner Version der Flucht befragt werden.» Laut Kikos Anwalt Mario Campagna fehlt immer noch der Auslieferungsentscheid des Ministeriums in Rom. «Solange der nicht da ist, muss mein Mandant noch warten.»

Während ihrer Haft habe Magdici zugegeben, Kiko zur Flucht aus dem Gefängniss Limmattal verholfen zu haben. Die beiden hatten eine Beziehung und flüchteten zusammen nach Italien. In einer Videobotschaft bezeichnete sie den verurteilten Vergewaltiger als «Mann meines Lebens».

Warten auf Kiko

Im Gegensatz zu ihr machte sich der syrische Häftling mit dem Ausbruch aus dem Gefängnis nicht strafbar. Allerdings dürfte er seine Chance auf Hafterleichterung oder vorzeitige Entlassung verspielt haben.

Der 27-Jährige sitzt nach wie vor in Italien in Auslieferungshaft. Er dürfte in den nächsten Tagen an die Schweiz ausgeliefert werden. Laut seinem Anwalt würde er in der Schweiz dann gern von Staranwalt Valentin Landmann verteidigt werden. «Ich habe ihm eine entsprechende Anfrage geschickt», so Campagna. Landmann liess über die Medien ausrichten, dass er an einer Verteidigung interessiert sei.

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