Ist das Bedingunglose Grundeinkommen sozial?

Das bedingungslose Grundeinkommenohnen ein Instrument für jeden Schweizer Bürger "eine menschenwürdige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen". Das ganze natürlich ohne weitere Bedingungen und Nachprüfungen. Mit einer Summe von 2500 Franken pro Erwachsener und 625 Franken pro Kind, nicht wenig. Auf den ersten Blick unglaublich und für viele ein Traum. Dazu käme noch der Wegfall von Verwaltungseinrichtungen welche mit hohen kosten verbunden sind, Sozialleistungen wie Kindergeld, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und so weiter.
Doch wer zahlt für dieses Grundeinkommen und was wird sich in der Ökonomie ändern? Vorab muss jedoch unterschieden werden zwischen der Schweizer Initative und dem Finnland Experiment mit ca. 10'000 Menschen. Wie schon angedeutet handelt es sich in Finnland um eine "Test-Phase", welche voraussichtlich 2017 beginnen soll. Das ganze sollte jedoch mehr im Sinn einer negativen Einkommenssteuer (d.h der Staat legt einen Schwellenwert fest, oberhalb dessen man Steuern bezahlt, unterhalb dessen man Anspruch auf einen Zuschuss hat) verstanden werden.
In der Schweiz ist das Thema jedoch weit umstritener. Wie der Bundesrat schon warnt, kann es den Gesellschaftsvertrag gefährden. Bedeudet soviel, «dass nur Personen eine finanzielle Unterstützung in Form von Sozialversicherungs- oder Sozialhilfeleistungen erhalten, welche nicht in der Lage sind, ein genügend hohes Erwerbseinkommen zu erzielen.(Tagesanzeiger 27.08)» Damit würde jedem Bürger und jeder Bürgerinn eine Leistung vom Staat übergeben, ohne dabei etwas für die Gesellschaft zu tun. Ausserdem muss das Geld ja von irgendwo kommen. Der Steuerzahler wird hierbei noch mehr belastet, einerseits durch die neue Implementierung und dessen folgenden neuem Aufbau der Administration und durch die zusätzlich aufkommenden Kosten für jeden einzelnen Bürger . (25 Milliarden Franken) müssten über weitere Steuern und Abgaben gedeckt werden – etwa einer Erhöhung der Mehrwertsteuersätze um rund 8 Prozentpunkte (Tagesanzeiger 27.08))
Viele Haushalte werden zudem nicht genügend Einkommen haben und müssten zusätzlich finanziell unterstüzt werden. Schaut man sich die ganze Vorlage an, wird dies sicherlich zu einem massiven Abbau von Stellen in den Sozialeinrichtungen führen und wird den Verlust von vielen Gewerkschaften haben, welche an Bedeutung verlieren.
Ich bin nicht der Meinung das dieses Grundeinkommen umbedingt einen riesen Einfluss auf das Arbeitsverhalten der Schweizer haben wird, jedoch denke ich, dass es keinen neuen Anreiz mehr gibt für Arbeitslose einen neuen Job zu finden. Da normalerweise nur Arbeislosengeld übertragen wird, wenn man aktiv nach Stellen sucht.
Das Grundeinkommen ist zudem ein grosser Pullfaktor. Dies leitet natürlich zu mehr Immigration und das wiederum zu erhöten Kosten und dies wiederum zu erhöhten Steuern. Ausserdem wird das ganze meiner Meinung zu einer Inflation der Preise führen.

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