Kriesenjahre in der Europäischen Union Sind wir zurück in der Weimarer Republik?

Hohe Schulden, die fehlerhafte Osterweiterung, die Unzufriedenheit der Wirtschaftsverbände und die Flüchtlingskriese verlängern die schon lange andauernde Eurokrise. Risse zeigen sich langsam aber sicher zwischen den Mitgliedstaaten. Einer gemeinsamen Vision (sei es in der Flüchtlingskrise) oder allgemein für eine gute Zukunft scheint es in Europa zu mangeln.
Gegen den Einfluss von Deutschland in der eigenen Politik wird demonstriert und wird nicht nur als falsch, sondern auch als fremdbestimmt wahrgenommen. Auf Linker- und Rechter Seite erlangen mehr und mehr antidemokratische Strömungen Aufwind und dies in ganz Europa. Schaut man sich die AfD an ist der Zuwachs enorm. Wie uns jedoch die Medien berichten und auch die meisten Parteien nach den Landestagswahlen solle man sich gezielt von der AfD distanzieren und es sei keine Zusammenarbeit mit "Rechtsextremen" in Sicht.
Doch scheint mir die ganze Debatte sehr fragwürdig.
Zeigen die Landtagswahlen uns nicht ein anderes Gesicht von Deutschland. Sei es der massive Verlust von 12,7 Prozent in der SPD und der CDU mit 12 Prozentpunkten. Experten meinen diese Wahlergebnisse seien bloss auf die Asylkrise zurückzuführen. Doch als ausenstehender Schweizer kommt man sehr schnell auf eine andere Meinung. Sei es die Parolen von Merkel in Bezug auf die Flüchtlingskrise , oder die mit immer grösseren einflussnehmende Ökopolitik Deutschlands, man erkennt den Linkstrend der CDU und der Union. Wobei der christliche Aspekt sicher gedeckt wird, jedoch das konservative Profil der Union bedroht wird. Vergleicht man die ganzen Probleme mit Weimarer Republik um 1918-1933
erkennt man schnell Parallen. Der jungen Demokratie fehlte es an Rückhalt in der Bevölkerung, an Geschlossenheit und Unterstützung . Rechte und Linke Parteien erhielten massiven Zulauf. Hier waren es ( Massenarbeitslosigkeit, Kriegsschäden und Reparationsforderungen), die auf der Regierung lasteten.
Das Bild scheint einem gewisse Ähnlichkeiten zu zeigen und auch gewisse Gefahren. Die Demokratie scheint in Deutschland immer mehr an Bedeutung zu verlieren und schon kleinere Probleme scheinen das komplexe Konstrukt des Staatenkomplexes in Gefahr zu bringen. Die Idee einer gemeinsamer Lösung hat jedoch das Wort schon drin. "Gemeinsam". Ohne die Meinung der rechtskonservativen Parteien kann keine gemeinsame Lösung gefunden werden und sicherlich keine zufriedensstellende. Zudem müssen klare Vorgaben gemacht
werden, wie die Länder zu agieren haben in Kriesensituationen. Meine Sicht auf Europa scheint jedoch eher düster. Jedoch nicht weil ich gegen den Eintritt der Schweiz in die Eu bin, sondern viel mehr wegen den aktuellen Ereignissen. Ich sehe den Erhalt von Europa nur als Staatskomplex mit einer zentralen Regierung oder aufgelöst in einigen Jahren.

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