Mit Harmos ändert sich in der Berner Realität nicht viel. Eine Harmonisierung der Bildungssysteme in der kleinen Schweiz ist nötig.

Die Gegner der interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der Schulsysteme, kurz Harmos, tun so als würde bei Annahme der Vorlage das bernische Bildungssystem kaputt gehen. Dies wird sicher nicht passieren. Ich finde es auch schade, dass sie mit weinenden Kindern Stimmung gegen ein gutes Projekt machen. Die Kantone haben es geschafft sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen, damit unser Bildungssystem etwas einheitlicher wird. Oft wird argumentiert, dass 4jährige Kinder zwingend in den Kindergarten müssen. Das ist falsch. Erstens sprechen wir von 5jährigen Kinder, die grundsätzlich zwei Jahre in den Kindergarten gehen sollen (Nebenbei: Meistens freuen sich die Kinder in den Kindergarten zu gehen). Bereits heute gehen über 80 Prozent der Kinder freiwillig zwei Jahre in den Kindergarten. Bei uns in Huttwil knapp über 60 Prozent. Wenn aber ein Kind in Zukunft noch nicht bereit ist für den Kindergarten, werden die Eltern mitbestimmen können wie bis anhin. Flexible Lösungen für einen späteren Eintritt in den Kindergarten sind auf Wunsch der Eltern weiterhin möglich. Die Kantonspolizei wird sicher keine Kinder in Handschellen per Polizeiauto in den Kindergarten zwingen. Harmos ist eine sinnvolle Vorlage, die gut für die Schülerinnen und Schüler ist. Ich werde überzeugt Ja stimmen.

Adrian Wüthrich, Gemeinderat, Huttwil

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